16. September 2026 · Aktualisiert am 30. Oktober 2026 · 18 Min. Lesezeit

Claude Code, Codex oder Copilot: was wofür?

Person tippt an einem Arbeitsplatz mit zwei Monitoren und einem Laptop, auf allen Bildschirmen steht Code
Foto: Mikhail Fesenko / Pexels

Claude Code vs Codex vs Copilot lässt sich in drei Sätzen beantworten: Claude Code ist ein Terminal-Agent von Anthropic, der deine Dateien liest, ändert und Befehle ausführt, und der auch ohne GitHub und ohne Programmierkenntnisse läuft. Codex ist das Gegenstück von OpenAI, laut Doku ebenfalls ein Agent für Terminal, Editor und Cloud, der seit September auf der GPT-6-Modellfamilie läuft; Kommandozeile und Editor gibt es laut OpenAI ab ChatGPT Plus, in den Plänen Free und Go nur die Desktop-App, je nach Rollout. GitHub Copilot ist am stärksten an GitHub gebunden: Editor-Vervollständigung, ein Cloud-Agent, der Pull Requests vorbereitet, und eine eigene Kommandozeile. Wer Dateien und Ordner im eigenen Betrieb bearbeiten will, ist bei Claude Code oder Codex richtig; wer sowieso in GitHub lebt, bekommt mit Copilot den kürzesten Weg zum Pull Request.

Ich nutze Claude Code täglich, seit es erschienen ist, und betreibe damit meine KI-Belegschaft. Codex nutze ich regelmäßig, um zu sehen, wie es sich verändert, und für Korrekturschleifen. GitHub Copilot habe ich getestet, aber nicht dauerhaft im Betrieb gehabt. Preise und Funktionsumfang nehme ich trotzdem aus den offiziellen Dokus der Hersteller, die Angaben zu Claude Code und Codex mit Stand 26.10.2026. Copilot behandle ich hier nur im Überblick; die Einzelheiten mit Oktober-Stand stehen in Claude Code vs GitHub Copilot im Vergleich. Wo mein eigener Eindruck einfließt, schreibe ich es dazu. Alles Weitere zu Claude sammle ich auf der Seite Claude.

Drei Werkzeuge, drei Grundideen

Die drei Werkzeuge klingen ähnlich, weil alle drei „Agent" heißen und alle drei im Terminal laufen können. Der Unterschied liegt in der Herkunft. Claude Code ist laut der Anthropic-Dokumentation „an agentic coding tool that reads your codebase, edits files, runs commands", verfügbar im Terminal, in VS Code, Cursor und JetBrains, als Desktop-App für macOS und Windows (Linux als Beta), im Web unter claude.ai/code samt Handy-App, in GitHub Actions, GitLab CI/CD, Slack und Chrome. Voraussetzung ist ein bezahltes Claude-Abo oder ein Konto in der Anthropic Console. Wer statt Codex oder Copilot eher den Editor Cursor im Blick hat, findet den direkten Vergleich in Claude Code vs Cursor: was passt zu dir?.

Codex beschreibt OpenAI in der CLI-Dokumentation so: „Inspect code, make changes, run commands, and automate repeatable work without leaving your terminal." Es gibt die Kommandozeile, eine Erweiterung für VS Code, Cursor und Windsurf, Anbindungen für JetBrains und Xcode, eine Cloud-Variante im Browser und eine GitHub-Integration. Die Desktop-App ist inzwischen die ChatGPT-App für macOS, Windows und Linux, in der du zwischen ChatGPT und Codex wählst. Angemeldet wird laut Doku mit dem ChatGPT-Konto oder einem API-Schlüssel, Berechtigungen stellst du über den Befehl /permissions ein. Von der Grundidee her ist Codex damit Claude Code am nächsten: ein Agent, der in deinem Ordner arbeitet.

GitHub Copilot ist anders aufgebaut. Der Kern ist die Vervollständigung im Editor, dazu kommen laut GitHub-Doku Chat, ein Agent-Modus in der IDE, ein Cloud-Agent und eine Kommandozeile namens Copilot CLI. Der Cloud-Agent arbeitet nach Herstellerangabe in einer kurzlebigen Umgebung bei GitHub, nur mit GitHub-Repositories, und liefert sein Ergebnis als Pull Request. Copilot ist also weniger ein Werkzeug für deinen Ordner als ein Werkzeug für dein Repository.

Welche Modelle in Codex laufen

Bei OpenAI hat sich seit September vor allem die Modellseite geändert. Laut Modellübersicht und Changelog, abgerufen am 26.10.2026, stehen in Codex diese Modelle bereit, wenn du dich mit dem ChatGPT-Konto anmeldest:

Modell In Codex seit Wofür laut OpenAI
GPT-6 Astra September 2026 das leistungsfähigste Modell für anspruchsvolle Aufgaben
GPT-6 Sol 22.09.2026 komplexes Programmieren und Agenten-Abläufe
GPT-6 Luna 22.09.2026 fokussierte Aufgaben in großer Menge
GPT-6.1 Sol 29.09.2026, seit 07.10. Standard in der Kommandozeile fast Astra-Niveau zu geringeren Kosten als Astra
GPT-6.1 Terra 26.10.2026 schnell, für Texte, Bildverständnis und Computer Use

Free und Go bekommen laut OpenAI nur GPT-6 Luna, und zwar in der Desktop-App. Terra gibt es laut Changelog ab Plus, und nur in Codex und ChatGPT Work, nicht im normalen Chat. GPT-5.5 hat OpenAI am 14.10.2026 aus Codex genommen, für alle, die sich mit dem ChatGPT-Konto anmelden; wer Codex mit einem API-Schlüssel nutzt, ist laut OpenAI nicht betroffen. Im Chat von ChatGPT läuft seit dem 07.10.2026 ebenfalls GPT-6, für alle Pläne.

Copilot vs Claude Code vs Codex: die Vergleichstabelle

Die Tabelle fasst zusammen, was die Hersteller in ihren Dokus angeben, abgerufen am 26.10.2026. Die Preisangaben sind Einstiegspreise in US-Dollar; die vollständige Preislogik steht im nächsten Abschnitt.

Werkzeug Oberflächen laut Doku Voraussetzung Einstieg (Stand Okt. 2026) Für wen
Claude Code (Anthropic) Terminal, VS Code, Cursor, JetBrains, Desktop-App, Web und Handy, GitHub Actions, GitLab, Slack, Chrome bezahltes Claude-Abo oder Console; kein GitHub nötig Pro 20 Dollar im Monat, Max (früher Max 5x) 100 Dollar, Ultra (bis 30.10.2026 Max 20x) 200 Dollar Wer Dateien, Ordner und Abläufe im eigenen Betrieb bearbeiten will, auch ohne Code
Codex (OpenAI) Terminal, VS Code, Cursor, Windsurf, JetBrains, Xcode, Cloud im Browser, ChatGPT-Desktop-App, GitHub ChatGPT-Konto oder API-Schlüssel; kein GitHub nötig Terminal, Editor und Web ab Plus (20 Dollar), Pro 100, 200 oder 500 Dollar; Free und Go (8 Dollar) nur Desktop-App mit GPT-6 Luna Wer ChatGPT schon bezahlt und einen Terminal-Agenten dazu will
GitHub Copilot GitHub.com, VS Code, JetBrains und weitere IDEs, Copilot CLI, Copilot-App, GitHub Mobile GitHub-Konto; Cloud-Agent nur mit GitHub-Repos Free mit 2.000 Vervollständigungen im Monat, Pro 10 Dollar, Pro+ 39 Dollar, Max 100 Dollar Entwicklerteams, deren Arbeit ohnehin in GitHub liegt

Zwei Dinge fallen in der Tabelle auf. Erstens die kostenlosen Einstiege, und die sind weniger gleich, als es aussieht. Copilot Free enthält laut GitHub auch die Kommandozeile. Codex führt OpenAI auf der Preisseite zwar weiter in Free und Go, dort aber nur als „GPT-6 Luna at Standard speed in the desktop app, subject to rollout"; Web, Kommandozeile und Editor-Erweiterung stehen erst bei Plus. Claude Code hat keinen kostenlosen Einstieg, es verlangt laut Anthropic ein bezahltes Abo. Kostenlos im Terminal arbeiten kannst du von den dreien also nur mit Copilot. Zweitens: Copilot bindet die beiden Konkurrenten ein. Die Planübersicht von GitHub nennt für Pro „Access to 3rd party agents (Claude Code and Codex)". Das ist für die Entscheidung wichtig: Du musst dich nicht zwingend zwischen den dreien entscheiden, wenn dein Team ohnehin Copilot bezahlt.

Preise und Verbrauchslogik im Vergleich

Die Preise für Claude habe ich mit Quelle in Claude Kosten und Abos im Überblick zusammengefasst. Laut Preisseite, abgerufen am 26.10.2026, Max und Ultra am 30.10.2026: Free 0 Dollar (ohne Claude Code), Pro 20 Dollar im Monat (17 bei Jahreszahlung), Max 100 Dollar, Ultra 200 Dollar im Monat, Team ab 20 Dollar je Sitz und Monat bei Jahreszahlung. Anthropic rechnet das Kontingent in Fünf-Stunden-Fenstern, bezahlte Pläne haben zusätzlich Wochenlimits; Max bietet nach Herstellerangabe fünfmal so viel Nutzung je Fenster wie Pro. Seit 30.10.2026 hat Ultra laut Anthropic für verifizierte Konten kein Fünf-Stunden-Limit mehr und bietet die zehnfache Pro-Nutzung pro Woche, das Wochenlimit bleibt.

OpenAI nennt auf der Codex-Preisseite, Stand 26.10.2026: Free 0 Dollar und Go 8 Dollar, beide nur mit GPT-6 Luna in der Desktop-App; Plus 20 Dollar mit Codex im Web, in der Kommandozeile, im Editor und auf iOS; Pro in drei Stufen zu 100, 200 oder 500 Dollar im Monat, wobei der schnellste Modus „Ultrafast" nur in Pro 500 enthalten ist; Business 20 Dollar je Nutzer bei Jahreszahlung ab zwei Nutzern, 25 Dollar bei monatlicher Zahlung. Für Plus nennt OpenAI inzwischen Schätzwerte: mit GPT-6.1 Sol 15 bis 160 lokale Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster, ausdrücklich keine festen Grenzen. Für Pro steht dort „Pro plans currently have no five-hour limit"; Wochenlimits schließt OpenAI damit nicht aus, unter der Tabelle steht „Weekly limits may also apply". Ist das Kontingent aufgebraucht, kaufst du in Plus und Pro Credits nach. ChatGPT Work, die Codex-Technik im Chat, zieht laut OpenAI aus demselben Kontingent.

GitHub rechnet Copilot wieder anders ab: über ein monatliches Guthaben an „AI Credits", aus dem Agenten-Sitzungen nach Modell und Token abziehen. Wie viel Guthaben welcher Plan enthält und was das bei Claude-Modellen in Copilot bedeutet, habe ich in Claude Code vs GitHub Copilot im Vergleich aufgeschlüsselt.

Was heißt das für den Vergleich? Drei Anbieter, drei Zähleinheiten: Fünf-Stunden-Fenster mit Wochenlimit bei Claude (bei Ultra entfällt für verifizierte Konten das Fünf-Stunden-Fenster), geschätzte Nachrichten je Fenster plus Credits bei OpenAI, ein Guthaben in AI Credits bei GitHub. Ein direkter Kostenvergleich ist damit nur eine Heuristik. Aus meiner Erfahrung mit Claude Code: Ich habe nicht mit Max angefangen, sondern bin erst gewechselt, als das Kontingent von Pro bei langen Sessions nicht mehr reichte. Für geschäftliche Daten nutze ich zusätzlich Claude Team, wegen Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenschutz. Die ganze Rechnung für Codex, mit Credits, Business und dem, was in der EU geht, steht in Codex Kosten und Limits: was die Abos bringen.

Was für Nicht-Entwickler den Unterschied macht

Wenn du nicht programmierst, sondern Angebote, Protokolle, Checklisten und Ordnerstrukturen bearbeiten willst, zählen drei Fragen: Läuft das Werkzeug in einem normalen Ordner ohne Repository? Kann ich Regeln hinterlegen, die immer gelten? Kann ich Abläufe wiederverwenden?

Claude Code beantwortet alle drei mit ja, das habe ich in Claude Code: Anleitung für Einsteiger Schritt für Schritt gezeigt. Eine CLAUDE.md im Projektordner ist die Hausregel, Skills sind wiederverwendbare Abläufe, und Hooks sind Regeln, die bei jedem Ereignis automatisch laufen; mehr dazu in Claude Code Hooks: Regeln, die immer gelten. Codex arbeitet ebenfalls in einem beliebigen Ordner mit Berechtigungsstufen. Ich nutze es regelmäßig, allerdings für Korrekturschleifen und nicht als Zuhause meiner Belegschaft; wie weit Regeln und wiederverwendbare Abläufe dort tragen, habe ich deshalb nicht systematisch geprüft. Copilot setzt auch für die Kommandozeile ein GitHub-Konto voraus, der Cloud-Agent braucht ein GitHub-Repository. Für einen Betrieb ohne GitHub ist das eine hohe Hürde.

Ein Beispiel aus meiner Belegschaft, das genau diese drei Punkte nutzt: Sebastian, mein SEO-Mitarbeiter, hat seine Abläufe als Skills seo-audit und geo-audit in seinem Ordner liegen. Am 16.09.2026 hat er Conny, meine Content-Chefredakteurin, über das Postfach-Protokoll unserer Belegschaft nach Erfahrungen für fünf Blogbeiträge gefragt; Conny hat als Subagent geantwortet und den Brief in Sebastians Eingang gelegt. Das ist kein Repository und kein Pull Request, sondern eine Ordnerstruktur mit Regeln, in der zwei Claude-Code-Sitzungen zusammenarbeiten. Was in Sebastians Ordner liegt und wie ein fertiges Audit aussieht, steht auf Sebastian, meinem Mitarbeiter für SEO und GEO.

Meine Wahl: Claude Code, und wo die Grenzen liegen

Meine Wahl ist gefallen, bevor es die anderen beiden in ihrer heutigen Form gab: Ich nutze Claude Code seit dem Start als Research Preview am 24.02.2025 täglich, und meine KI-Belegschaft läuft darauf. Jeder meiner KI-Mitarbeiter auf Claude Code hat eine eigene CLAUDE.md als Personalakte, eigene Skills und ein eigenes Postfach. Conny und Ralf laufen regelmäßig in langen, zusammenhängenden Sessions. Mein konkretester Hook-Anwendungsfall: Sechs Hook-Ereignisse melden jedes Ereignis an mein Mitarbeiter-OS, und bei einer Freigabe-Anfrage kann ich die Entscheidung dort treffen, statt im Terminal; das läuft seit September 2026 nachweislich live.

Ehrlich gesagt gibt es Grenzen. Claude Code hat keine kostenlose Stufe, und bei intensiver Nutzung stößt du auf Pro und Max an die Fünf-Stunden-Fenster. Eine grafische Oberfläche mit Klick-Bedienung ist nicht das Konzept, auch wenn Desktop-App und Web existieren. Und wer sein Team schon auf GitHub organisiert hat, bekommt mit Copilot einen Pull-Request-Ablauf, den ich mir mit Claude Code selbst bauen müsste. Wie sich Claude Code von Claude Cowork unterscheidet, steht in Claude Code oder Cowork: was wofür?. Cowork gibt es dabei nicht nur am Desktop, sondern auch im Web und mobil, und seit dem 16.09.2026 legt Anthropic es schrittweise mit dem Chat zu einem Claude zusammen, zuerst in Pro, Max und Ultra (claude.com).

Ein Werkzeug schreibt, ein anderes prüft

Bei mir gilt eine Hausregel: Wer etwas erstellt, korrigiert es nicht. Dahinter steht dieselbe Überlegung wie beim Review-Pass in meiner Belegschaft, dass ein Modell die eigenen Fehler im selben Kontext schlecht findet. Praktisch heißt das: Ein Werkzeug schreibt, ein anderes liest gegen. Genau dafür setze ich Codex regelmäßig ein. Claude Code baut etwas, Codex prüft das Ergebnis mit frischem Blick, oder andersherum.

Das ist kein Benchmark, ich messe dabei nichts. Entscheidend ist die Trennung, nicht der Hersteller: Das geht auch mit zwei getrennten Sitzungen desselben Werkzeugs, solange der Prüfer den Weg zum Ergebnis nicht kennt. Was Anthropic selbst dafür anbietet, vom Befehl /code-review bis zum Review-Dienst für Pull Requests, steht in Claude Code Review: Kosten, Ablauf, Grenzen. Wie so eine Prüfrolle in ein Gefüge aus mehreren Agenten passt und wer dabei was sehen und ändern darf, steht in Mehrere KI-Agenten orchestrieren: Anleitung.

Wann Codex oder Copilot die bessere Wahl ist

Meine Einschätzung, bei Codex aus laufender Nutzung, bei Copilot aus der Doku und einem Test:

  1. Du bezahlst schon ChatGPT Plus und willst keinen zweiten Anbieter: Codex ist ab Plus im Terminal, im Editor und im Web enthalten, die Grundidee ist die gleiche wie bei Claude Code. Ob dir das Modell dahinter besser liegt, ist eine eigene Frage; für Chat und Textarbeit habe ich das in Claude vs ChatGPT 2026: der Vergleich beantwortet.
  2. Dein Team lebt in GitHub, jede Änderung geht über Pull Requests, und du willst Aufgaben an einen Agenten geben, der in einer sauberen Umgebung arbeitet: Das ist genau der Zweck des Copilot Cloud-Agenten, laut GitHub-Doku ab Pro enthalten.
  3. Du willst erst einmal kostenlos ausprobieren: Von den drei Werkzeugen hier kommst du ohne Abo und ohne Kosten im Terminal nur mit Copilot Free weiter, laut GitHub mit 2.000 Vervollständigungen im Monat und der Copilot CLI. Codex gibt es in Free und Go laut OpenAI nur in der ChatGPT-Desktop-App mit GPT-6 Luna, je nach Rollout; die Kommandozeile führt OpenAI erst ab Plus auf. Claude Code hat keine kostenlose Stufe.
  4. Du willst Claude Code, aber deine Firma hat nur Copilot: Laut GitHub-Planübersicht enthält Copilot Pro den Zugang zu Claude Code und Codex als Drittanbieter-Agenten; GitHub führt sie als öffentliche Vorschau, für die bezahlten Pläne und nicht für Free. Welche Limits dabei gelten, nennt die Seite nicht, das musst du im eigenen Konto prüfen.

Wenn keiner dieser vier Fälle auf dich zutrifft und du mit Dateien in deinem eigenen Betrieb arbeiten willst, ist Claude Code aus meiner Sicht die Wahl, mit der du am wenigsten Infrastruktur brauchst. Weitere Alternativen, darunter Gemini CLI, OpenCode und Grok Build, stehen in Claude Code Alternativen 2026 im Überblick.

Den gemeinsamen Arbeitsansatz hinter den beiden Werkzeugen erklärt Agentic Coding: mehr als Vibe Coding.

Wie eine Spezifikation den Auftrag prüfbar macht, erklärt Spec-Driven Development mit KI-Agenten.

Häufige Fragen

Kann ich Claude Code innerhalb von GitHub Copilot nutzen?

Laut Planübersicht von GitHub enthält Copilot Pro „Access to 3rd party agents (Claude Code and Codex)". Gemeint ist ein Claude-Agent in GitHubs Ablauf, laut GitHub in öffentlicher Vorschau, nicht ein vollständiges Claude Code mit deinen eigenen Regeln auf deinem Rechner. Was das im Detail an Kontingent bedeutet, steht nicht auf der Seite. Wenn du Claude Code als eigenständiges Werkzeug im Terminal willst, brauchst du weiterhin ein Claude-Abo.

Brauche ich für Codex ein bezahltes ChatGPT-Abo?

Nein, laut Codex-Preisseite ist Codex auch in Free und Go enthalten. Dort aber nur in der ChatGPT-Desktop-App mit GPT-6 Luna, je nach Rollout; Web, Kommandozeile und Editor-Erweiterung führt OpenAI erst ab Plus auf. Ohne Abo läuft die Kommandozeile nur mit einem API-Schlüssel, dann zahlst du nach API-Preisen. Für regelmäßige Arbeit im Terminal ist eine bezahlte Stufe nach meiner Einschätzung realistisch, wie bei Claude auch.

Claude Code vs Copilot: welches läuft ohne GitHub?

Claude Code und Codex laufen in jedem Ordner, ein Repository ist nicht nötig. Copilot ist an ein GitHub-Konto gebunden, der Cloud-Agent zusätzlich an ein GitHub-Repository. Die Copilot CLI läuft zwar lokal, braucht aber laut Doku ebenfalls das GitHub-Konto.

Was ist der Unterschied zwischen einem Cloud-Agenten und dem Terminal?

Im Terminal arbeitet der Agent direkt auf deinem Rechner, in deinen Dateien, und fragt bei riskanten Schritten nach. Ein Cloud-Agent wie bei Copilot oder Codex arbeitet in einer Umgebung beim Anbieter, holt sich dein Repository und liefert das Ergebnis als Pull Request zurück. Für Ordner ohne Repository ist das Terminal der einzige Weg.

Claude Code vs Codex 2026: welches Werkzeug ist für Nicht-Entwickler besser?

Beide laufen laut Doku in einem normalen Ordner und ohne Repository. Bei Claude Code kann ich aus eigener Nutzung sagen, dass CLAUDE.md, Skills und Hooks auch für reine Textarbeit tragen. Codex nutze ich regelmäßig, aber für Korrekturschleifen und nicht als Ablage für Regeln und Abläufe; für diesen Zweck habe ich es nicht geprüft.

Läuft eines der drei Werkzeuge auf Windows ohne WSL?

Laut Doku ja, alle drei: Claude Code per PowerShell-Installer oder über WSL, Codex mit eigenem Installer für PowerShell, Copilot CLI über PowerShell und WSL. Die genauen Schritte für Windows stehen in Claude Code installieren: Windows, Mac, Linux. Für Codex auf Windows, Mac und Linux siehe Codex installieren.

Wie du weitermachst

Wenn du dich für Claude Code entscheidest, fang mit Claude Code: Anleitung für Einsteiger an: Installation, CLAUDE.md und die erste Aufgabe. Wenn du zwischen Terminal und Desktop schwankst, hilft Claude Code oder Cowork: was wofür?. Und wenn deine eigentliche Frage ist, ob Claude oder ChatGPT als Modell besser zu dir passt, ist Claude vs ChatGPT 2026: der Vergleich der richtige Einstieg. Wie meine KI-Mitarbeiter auf Claude Code aufgebaut sind, zeige ich in meiner Community.

Kevin Welter

Kevin Welter

Entwickler, IT-Architekt, Fachbuchautor (Kubernetes, Cloud-Infrastrukturen) und Speaker. Betreibt sein Business mit einer KI-Belegschaft aus vierzehn KI-Mitarbeitern und zeigt Selbstständigen in seiner Community, wie sie ihren ersten KI-Mitarbeiter einstellen.

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