Schema Markup ist ein Block maschinenlesbarer Angaben im Quelltext deiner Seite, meist als JSON-LD nach dem Vokabular von schema.org. Er sagt Suchmaschinen, was auf der Seite steht: ein Artikel mit Autor und Datum, ein Navigationspfad, ein Video. Richtig eingebaut ist er, wenn der Typ zur Seite passt, jede Angabe auch sichtbar auf der Seite steht und die Pflichtfelder vollständig sind; für eine erweiterte Darstellung muss Google den Typ zudem auswerten. Geprüft wird mit zwei Werkzeugen: Googles Test für Rich-Suchergebnisse zeigt, welche erweiterte Darstellung in Frage kommt, der Schema Markup Validator, ob das Markup nach schema.org korrekt ist. Nach dem Livegang zeigt die Search Console, was Google erkannt hat. Eine Garantie auf eine erweiterte Darstellung gibt es auch bei fehlerfreiem Markup nicht, das schreibt Google selbst.
Für diesen Beitrag hat Sebastian, mein KI-Mitarbeiter für SEO, GEO und Blog, die strukturierten Daten von kevinwelter.com geprüft: alle 873 Adressen aus der Sitemap, Stand 6. November 2026, samt den Stellen, die nicht sauber sind. Den ganzen Audit beschreibt SEO-Audit mit KI durchführen: Anleitung, alle Beiträge zum Thema sammelt SEO und KI-Suche.
Was Schema Markup ist und wie es im Quelltext aussieht
Google liest drei Formate: JSON-LD, Microdata und RDFa. Empfohlen ist JSON-LD, weil es als eigener Block im HTML steht und nicht mit dem sichtbaren Text verwoben ist; Google liest es auch, wenn ein Plugin es per JavaScript nachlädt. So sieht der Navigationspfad eines Beitrags auf kevinwelter.com im Quelltext aus:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "BreadcrumbList",
"itemListElement": [
{ "@type": "ListItem", "position": 1, "name": "Start",
"item": "https://kevinwelter.com/" },
{ "@type": "ListItem", "position": 2, "name": "SEO und KI-Suche",
"item": "https://kevinwelter.com/seo" },
{ "@type": "ListItem", "position": 3,
"name": "Website für die KI-Suche optimieren",
"item": "https://kevinwelter.com/blog/website-fuer-ki-suche" }
]
}
</script>
Der Block ist unsichtbar, die Leiste über dem Beitrag zeigt denselben Pfad. Genau das verlangt Google: keine strukturierten Daten über Informationen, „that is not visible to the user, even if the information is accurate“. Maßgeblich für die Google-Suche ist die Doku von Google Search Central, nicht schema.org, das viel mehr Typen kennt, als Google auswertet.
Welche strukturierten Daten Google im November 2026 noch zeigt
Googles Übersicht (Stand der Seite: 16. Oktober 2026) nennt unter anderem Article, Breadcrumb, Event, Local business, Organization, Product, Review snippet, Video, Profile page und Recipe. Für eine Firmen- oder Blogseite zählen meist vier: Article für Beiträge, Breadcrumb für den Navigationspfad, Organization oder Local business für den Betrieb und Video für eigene Videos. Den Navigationspfad zeigt Google laut Doku nur in der Desktop-Suche.
Was in vielen Anleitungen noch steht, aber nicht mehr wirkt:
Schaden richtet altes Markup nicht an. Google schrieb 2023: „Structured data that's not being used does not cause problems for Search, but also has no visible effects in Google Search.“ Zur Abschaffung von 2025 heißt es: „This update won't affect how pages are ranked.“ FAQ- und HowTo-Blöcke musst du nicht entfernen, solltest sie aber niemandem mehr als Maßnahme abkaufen.
Strukturierte Daten einbauen: fünf Regeln
1. JSON-LD, wo es geht. In WordPress, Wix und ähnlichen Systemen übernimmt das ein Plugin oder eine SEO-Einstellung; Google rät selbst, nach „wordpress structured data plugin“ oder dem Namen deines Systems zu suchen. Bei selbst gebauten Seiten gehört das Markup ins Template, damit es aus denselben Feldern entsteht wie die sichtbare Seite.
2. Den Typ nach der Seite wählen, nicht nach dem Wunsch-Ergebnis. Ein Beispiel: Wer ein Coaching als Product auszeichnet, zielt auf Googles Händlereinträge. Die gibt es aber nur, wo man kaufen kann: „Only pages where a shopper can purchase a product are eligible for merchant listing experiences“. Für eine Dienstleistung ohne Warenkorb passt Service aus schema.org, auch wenn Google dafür keine eigene Darstellung hat.
3. Nur auszeichnen, was sichtbar ist. Keine Bewertungen, die nirgends stehen, keine Öffnungszeiten nur im Markup. Bei Verstößen droht eine manuelle Maßnahme: Die Seite verliert die Berechtigung für Rich-Suchergebnisse, ihre Position in der Websuche betrifft das laut Google nicht.
4. Pflichtfelder vollständig, empfohlene lieber wenige und richtig. Beim Navigationspfad braucht jedes Element position und name, alle außer dem letzten ein item, und es müssen mindestens zwei sein. Beim Video sind name, thumbnailUrl und uploadDate Pflicht. Article hat keine Pflichtfelder, empfohlen sind headline, image, datePublished, dateModified und author. Google will lieber „fewer but complete and accurate recommended properties“ als viele halbe.
5. Datum sichtbar und gleich. datePublished und dateModified im ISO-8601-Format, am besten mit Zeitzone, und genau das Datum, das auf der Seite steht. Warum ein hochgedrehtes Datum ohne neuen Inhalt keine Optimierung ist, steht in Website für die KI-Suche optimieren.
Strukturierte Daten testen: welcher Checker was prüft
Einen einzigen Test für strukturierte Daten gibt es nicht. Google empfiehlt, mit dem Test für Rich-Suchergebnisse anzufangen, und für die allgemeine Prüfung den Schema Markup Validator, der alle schema.org-Typen „without Google-specific validation“ prüft. Er ist das frühere Structured Data Testing Tool von Google, 2021 an schema.org übergeben.
Wie du die Search Console anlegst, steht in Google Search Console einrichten. Ein grüner Test ist kein Versprechen: Google nennt Fehler, die der Test nicht findet, und dass der Algorithmus je nach Suchverlauf, Ort und Gerät anders entscheidet.
Der Prüflauf an kevinwelter.com
Beide Webwerkzeuge prüfen eine URL nach der anderen über ein Formular. Für 873 Adressen hat Sebastian deshalb einen eigenen Lauf gebaut: jede Seite aus der Sitemap einzeln abrufen, die JSON-LD-Blöcke herauslösen und lokal gegen das schema.org-Vokabular, Googles Pflichtfelder und den sichtbaren Text prüfen. Zur Kontrolle musste das Prüfskript vorher eine Testseite mit absichtlich falschem Markup durchfallen lassen; alle eingebauten Fehler hat es gefunden. Dazu kam die URL-Prüfung der Search Console für acht Seiten, nur lesend.
Vier Befunde bleiben, keiner davon ist ein Fehler im Sinne des Tests:
- Verweise auf Angaben anderer Seiten. 53 Seiten verweisen per
@id auf eine Angabe, die auf der Seite selbst fehlt, 47 davon auf die Website-Angabe, die nur auf der Startseite steht. Für schema.org ist das gültig; sauberer ist die Angabe auf jeder Seite, die sie nennt.
- Navigationspfad ohne sichtbare Leiste. Auf 40 Seiten, den Mitarbeiter-Seiten unter /team und fünf Themenseiten je Sprache, steht der Pfad nur im Markup. Die URL-Prüfung meldet ihn auf /team/sebastian trotzdem als gültig. Zu Googles Regel, nur Sichtbares auszuzeichnen, passt das nicht ganz; sauber wäre eine sichtbare Leiste.
- Video ohne Autorennamen. Die sechs neuen Video-Seiten verweisen beim Autor nur auf eine Kennung, deren Personenangabe auf der Seite fehlt. Google verlangt im Video-Markup für eine angegebene Person
name oder alternateName. Die geprüfte Video-Seite war Google am Prüftag laut URL-Prüfung noch unbekannt.
- Datum ohne Uhrzeit. Alle Beiträge geben nur den Tag an. Google empfiehlt eine Zeitzone, sonst nimmt es die des Googlebot.
Und die URL-Prüfung zeigt: Von fünf indexierten Seiten mit Navigationspfad im Markup meldete sie bei drei gültige Navigationspfade, bei zwei, zuletzt am 21. und 25. Oktober gecrawlt, gar nichts. Fehlerfreies Markup und das, was Google meldet, sind zwei verschiedene Messungen, und beide gehören in den Prüflauf.
Schema Markup und KI-Suche
Schema Markup wird gern als Hebel für die KI-Suche verkauft. Google schreibt in seinem Leitfaden zu den generativen KI-Funktionen: „Structured data isn't required for generative AI search, and there's no special schema.org markup you need to add.“ Im selben Absatz steht der Grund, es trotzdem zu pflegen: Es hilft „with being eligible for rich results on Google Search“. Was für die KI-Suche wirklich zählt, steht in Website für die KI-Suche optimieren. Warum eine llms.txt für die Google-Suche nichts ändert, steht in llms.txt: was sie bringt und was nicht. Wie du prüfst, ob deine Seite in KI-Antworten auftaucht, beschreibt KI-Sichtbarkeit messen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Schema Markup und strukturierten Daten?
Im Alltag keiner. Strukturierte Daten ist der Oberbegriff für maschinenlesbare Angaben über eine Seite, Schema Markup meint dieselben Angaben mit dem Vokabular von schema.org. Die meisten strukturierten Daten für die Google-Suche nutzen laut Google dieses Vokabular.
Welcher Schema Markup Validator ist der richtige?
Für die Google-Suche der Test für Rich-Suchergebnisse, weil er zeigt, welche Google-Funktion dein Markup erzeugen kann. Der Schema Markup Validator prüft gegen schema.org und kennt alle Typen, sagt aber nichts über Google. Nach dem Livegang zählt die Search Console.
Schadet altes FAQ- oder HowTo-Markup?
Nein. Laut Google verursachen ungenutzte strukturierte Daten keine Probleme, haben aber auch keinen sichtbaren Effekt. Eine sichtbare FAQ bleibt für Leser sinnvoll; wie du sie aus echten Fragen baust, steht in FAQ aus Kundengesprächen erstellen.
Bringt Schema Markup bessere Rankings?
Versprechen kann das niemand. Google beschreibt strukturierte Daten als Weg, für erweiterte Darstellungen in Frage zu kommen, ohne Garantie, und sagt bei manuellen Maßnahmen wegen Markup, dass sie die Position in der Websuche nicht betreffen. Plane Schema Markup für Darstellung und Verständnis der Seite.
Wie du weitermachst
Nimm deine drei wichtigsten Seitentypen, etwa Startseite, Leistungsseite und Beitrag, und gib je eine URL in den Test für Rich-Suchergebnisse ein. Notiere: welcher Typ erkannt wird, ob Pflichtfelder fehlen, ob jede Angabe auch sichtbar ist. Streiche, was Google nicht mehr zeigt, und prüfe Änderungen in der URL-Prüfung, sobald sie einen neueren Crawl zeigt; wann ein Antrag auf Indexierung hilft, steht in Google-Indexierung beantragen: wann es hilft. Für eine ganze Website: Wie ein Audit mit echten Werkzeugen aufgebaut ist, steht in SEO-Audit mit KI durchführen: Anleitung, welche Programme eine Schema-Prüfung mitbringen und was sie kosten, in SEO-Audit-Tools im Vergleich, ein SEO-Werkzeug mit API im Praxistest in SE Ranking im Test: API, MCP und Messwerte. Nach dem Markup kommt die Verlinkung: Interne Verlinkung: fehlende Links finden. Wie Themen- und Unterseiten zusammenhängen, steht in Pillar Page und Content-Cluster aufbauen.
Sebastians Vorlage mit Werkzeugkette, Schreibleitfaden und Auftragsordner-Struktur steht in meiner Community Claude Practitioners. Willst du Sebastian für deine eigene Website einsetzen, schreib mir über Kontakt.