Bei All-Inkl lädst du deine Website per FTP mit Verschlüsselung hoch, also per FTPS. Die Zugangsdaten stehen im KAS, der technischen Verwaltung, unter „FTP“: Server ist <dein-Login>.kasserver.com, Benutzer dein KAS-Login, im FTP-Programm wählst du explizites FTP über TLS. SFTP über Port 22 gibt es erst ab dem Tarif Premium (9,95 Euro im Monat). Danach zeigst du die Domain im KAS auf den Ordner der Website und schaltest das Let’s-Encrypt-Zertifikat ein; das ist ab Privat+ (7,95 Euro) inklusive, in Privat kostet es Aufpreis. Alle Angaben stammen aus den Anleitungen und dem Paketvergleich von All-Inkl, abgerufen am 8. November 2026.
Zu meinem eigenen Fall: kevinwelter.com läuft nicht bei All-Inkl, sondern auf meinen eigenen Servern bei Hetzner. All-Inkl nutze ich für Domains und den Versand meines Newsletters, und im Oktober 2026 habe ich zwei Kundenseiten, statisch gebaut mit etwas PHP, von meinem Server auf All-Inkl-Webspace umgezogen. Den Upload hat Claude Code übernommen (siehe unten).
Welcher All-Inkl-Tarif für den Upload reicht
Laut Paketvergleich von All-Inkl* (Preise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer, der erste Monat ist jeweils kostenlos, keine Mindestlaufzeit):
WebFTP im Browser und zusätzliche FTP-Benutzer, „auch auf Unterverzeichnisse“, haben alle Tarife. Für eine kleine statische Firmenwebsite reicht Privat+: HTTPS ist dabei, und du kannst DNS-Einträge selbst setzen, etwa für ein fremdes Postfach. Premium brauchst du für SFTP mit Schlüssel oder SSH. Die Preise der anderen Hoster stehen im Hosting-Vergleich: Preise, Webspace, FTP.
Vor der Bestellung kannst du FTP, Upload und SSH im kostenlosen Test-Account ausprobieren: eine Woche, ausgestattet wie Premium, aber mit weniger Ressourcen (etwa 2.500 MB).
Schritt 1: FTP-Zugangsdaten im KAS finden
Nach der Bestellung meldest du dich im KAS an, unter kas.all-inkl.com. Unter „FTP“ findest du laut All-Inkl die FTP-Zugangsdaten deines Hauptbenutzers. Der Login hat die Form w0…, der Server heißt dann w0….kasserver.com.
Zwei Entscheidungen lohnen sich vor dem ersten Upload:
- Eigener FTP-Benutzer je Website. Zusätzliche FTP-Benutzer, beschränkt auf ein Unterverzeichnis, gibt es laut Paketvergleich in jedem Tarif. Ich lege für jede Website einen eigenen an und gebe ihm ihren Ordner als Verzeichnis. Gibst du einem Dienstleister oder einem KI-Mitarbeiter Zugang, bekommt er diesen Benutzer, nicht dein Hauptlogin.
- Domain oder Account. Im KAS hängst du eine neue Domain entweder unter „Domain“ an ein Verzeichnis deines Accounts oder legst unter „Accounts“ einen eigenen Account an. Ein Account ist laut All-Inkl ein „eigenständiger Webspace“ mit eigenem KAS- und FTP-Zugang. Für Seiten, die du abgeben willst, ist das sauberer.
Schritt 2: Website per FTPS mit FileZilla hochladen
Die Anleitung von All-Inkl für FileZilla geht so:
- Datei, Servermanager, „Neuer Server“.
- Protokoll „FTP“, Server
<dein-Login>.kasserver.com, Benutzer <dein-Login>, das Port-Feld bleibt leer. FTP nutzt dann seinen Standardport 21.
- Verschlüsselung „Wenn verfügbar, explizites FTP über TLS verwenden“. FileZilla nutzt TLS dann, wenn der Server es anbietet, und der Server von All-Inkl bietet es an.
- Verbindungsart „Nach Passwort fragen“. All-Inkl rät davon ab, das Passwort zu speichern, weil es sonst lokal auf deinem Rechner liegt.
- Verbinden, Passwort eingeben, das Zertifikat des Servers mit OK bestätigen. Erscheint diese Abfrage, läuft die Verbindung verschlüsselt.
- Rechts wechselst du in den Ordner der Website; gibt es ihn noch nicht, legst du ihn an, etwa
meinedomain.de. Auf ihn zeigt in Schritt 4 die Domain. Links markierst du die Dateien, Rechtsklick, „Hochladen“.
Lade den Inhalt deines Website-Ordners hoch, nicht den Ordner selbst. Die Startdatei sollte laut All-Inkl index.html, index.htm oder index.php heißen, sonst zeigt der Server „Forbidden“. Für den Mac beschreibt All-Inkl denselben Weg mit Cyberduck („FTP-SSL (Explicit AUTH TLS)“), unter Windows mit WinSCP („Explizites TLS/SSL“). Ohne Programm geht es über WebFTP im Browser (webftp.all-inkl.com), für einzelne Dateien reicht das.
Schritt 3: SFTP ab Premium, mit Schlüssel statt Passwort
SFTP läuft über SSH und erlaubt die Anmeldung mit Schlüssel. Bei All-Inkl gibt es das „erst ab dem Tarif ALL-INKL Premium“. So richtest du es ein:
- SSH einschalten: im KAS des Hauptaccounts unter Tools, SSH-Zugänge, beim Account auf Bearbeiten und „aktiv“ wählen. Der SSH-Benutzer heißt
ssh-w0…, das Passwort ist das des FTP-Hauptbenutzers.
- Schlüssel erzeugen, auf dem Mac im Terminal mit
ssh-keygen -t ed25519 -a 100. Unter Windows erzeugst du den Schlüssel laut All-Inkl in WinSCP mit PuTTYgen und kopierst den öffentlichen Schlüssel von dort.
- Den öffentlichen Schlüssel anzeigen (
cat ~/.ssh/id_ed25519.pub, die Datei mit .pub), im KAS beim SSH-Benutzer in das Feld „SSH-Schlüssel“ einfügen, ein Schlüssel je Zeile, und speichern.
- Verbinden mit
ssh ssh-<dein-Login>@<dein-Login>.kasserver.com, für SFTP im Programm Port 22 und denselben Benutzer.
Deine Dateien liegen dann unter /www/htdocs/w0…. Mit SSH steht auf dem Server auch rsync bereit, damit lädst du nur Geändertes nach.
Website mit Claude Code auf All-Inkl hochladen
Bei meinen zwei Kundenseiten hat Claude Code ein kleines Upload-Skript geschrieben und ausgeführt, je Seite mit eigenem FTP-Benutzer. SFTP mit Schlüssel bleibt der bessere Weg (Schritt 3). In Privat und Privat+ gibt es aber nur FTPS, dafür haben sich drei Regeln bewährt:
- Zugangsdaten nie in den Chat und nie im Klartext ins Repository. Mein Skript liest Server, Benutzer und Passwort aus einer
.env-Datei, die nie ins Git kommt, oder aus ihrer verschlüsselten Fassung, die dort liegen darf. Auf dem Mac geht es auch mit dem Schlüsselbund, wie im Beispiel unten.
- Verschlüsselung erzwingen.
lftp bricht mit ftp:ssl-force ab, statt das Passwort im Klartext zu senden. Das Passwort kommt über --env-password aus der Umgebung, nicht aus der Befehlszeile.
- Erst lokal prüfen, dann hochladen, dann online prüfen. Mein Skript baut die Seite, prüft sie auf dem Rechner in einem Docker-Container und lädt nichts hoch, wenn dabei etwas nicht stimmt. Nach dem Upload ruft es die Seiten online ab.
Ein Beispiel für den Kern, hier mit dem Schlüsselbund, für einen FTP-Benutzer, der auf den Ordner der Website beschränkt ist:
# einmalig: Passwort in den Schlüsselbund, macOS fragt es ab
security add-generic-password -a <ftp-benutzer> -s allinkl-ftp -w
# Upload: erst mit --dry-run, dann ohne
LFTP_PASSWORD="$(security find-generic-password -a <ftp-benutzer> -s allinkl-ftp -w)" \
lftp --env-password -u <ftp-benutzer> <server-aus-dem-kas> -e "
set ftp:ssl-force true; set ftp:ssl-protect-data true; set ssl:verify-certificate true;
mirror -R --dry-run --delete --no-perms out <zielordner>;
bye"
mirror -R lädt den lokalen Ordner out hoch, --delete entfernt auf dem Server, was lokal nicht mehr existiert, --no-perms setzt keine Dateirechte. <zielordner> ist der Ordner, wie der FTP-Benutzer ihn sieht, bei einem beschränkten Benutzer also .. Nimm dafür nie den Hauptbenutzer: Mit ihm und . als Ziel würde ein Lauf mit --delete alles löschen, was nicht in out liegt, auch andere Websites. --dry-run zeigt vorher, was übertragen und gelöscht würde. Mein Skript lädt zuerst neue Bausteine wie Skripte, Stylesheets und Bilder hoch, dann die Seiten, und löscht erst zum Schluss. So zeigt keine Seite ins Leere. Auf Premium geht dasselbe per SFTP mit Schlüssel, ganz ohne Passwort.
Den Befehl musst du nicht selbst schreiben. Sag Claude Code, wo die Zugangsdaten liegen und welcher Ordner hochgehen soll, und lass dir erst den Probelauf zeigen. Hochladen lässt du ihn erst nach deiner Freigabe. Wie du die Seite selbst baust, steht in Website mit Claude Code erstellen: Anleitung.
Schritt 4: Domain auf den Ordner zeigen lassen
Im KAS klickst du unter „Domain“ bei deiner Domain auf Bearbeiten. Im Feld „Ziel“ trägst du unter „Webspace“ den Ordner der Website ein. Die Domain zeigt dann direkt dorthin, der Ordnername erscheint nicht in der Adresszeile. Denk an beide Varianten, mit und ohne www; bei meinen Kundenseiten zeigten beide auf den Ordner. Bis die Domain auf All-Inkl zeigt, erreichst du den Account über die Übergangsdomain, die dort ebenfalls steht, mit dem Ordnernamen dahinter.
Liegt deine Domain bei einem anderen Anbieter, legst du sie im KAS trotzdem an („Neue Domain anlegen“, mit dem Verzeichnis der Website) und verbindest sie dann beim Anbieter per DNS mit dem All-Inkl-Server oder ziehst sie um. Bei einer meiner Kundenseiten zeigte der A-Eintrag auf die IP-Adresse von <dein-Login>.kasserver.com. Was ein A-Eintrag bewirkt und wie ein Umzug mit Auth-Code läuft, steht in Domain kaufen für immer? So bleibt sie deine. Ziehst du eine bestehende Seite samt Postfächern um, hilft Website umziehen: Domain und Mails behalten.
Schritt 5: Let’s Encrypt einschalten
Im KAS unter „Domain“, Bearbeiten, bei „SSL-Schutz“ auf bearbeiten. Unter „SSL Zertifikat (Let’s Encrypt)“ setzt du den Haken beim Haftungsausschluss und klickst auf „jetzt ein Let’s Encrypt Zertifikat beziehen und einbinden“. Laut All-Inkl ist die Domain innerhalb von etwa 10 Minuten per HTTPS erreichbar. Die Anleitung gilt nur für Domains, die per DNS zu All-Inkl zeigen. Hol das Zertifikat für beide Varianten, mit und ohne www. Die Zertifikate gelten derzeit 90 Tage und werden etwa 30 Tage vor Ablauf automatisch verlängert. In Privat bestellst du Let’s Encrypt vorher als Zusatzoption in der Members Area.
HSTS kannst du im selben Fenster aktivieren. Damit rufen Browser deine Seite für eine festgelegte Zeit nur noch verschlüsselt auf. All-Inkl warnt: Schaltest du das Zertifikat später ab, erreichen Besucher die Seite unter Umständen nicht mehr. Als Beispiel nennt All-Inkl 600.000 Sekunden, etwa eine Woche. Ob Zertifikat und Kopfzeilen danach stimmen, prüfst du mit Website-Sicherheit online prüfen.
Typische Fehler beim Upload
- „Forbidden“ statt Startseite: keine
index.html im Zielordner, oft weil der Ordner statt seines Inhalts hochgeladen wurde.
- 404 direkt nach dem Umstellen: Bei mir hat der Server einen neu zugewiesenen Ordner erst einige Minuten nach der Änderung ausgeliefert. Warte, bevor du suchst.
- Let’s Encrypt schlägt fehl: Die Domain zeigt per DNS noch nicht auf All-Inkl.
- SFTP verbindet nicht: Privat und Privat+ haben kein SFTP. Nimm FTPS oder wechsle auf Premium.
- DNS-Eintrag lässt sich nicht ändern: In Privat gibt es laut Paketvergleich keine DNS-Einstellungen.
Für deinen individuellen Fall schauen wir uns das gemeinsam an.
Häufige Fragen
Welchen Port nutzt All-Inkl für FTP?
Für FTP und FTPS lässt du das Port-Feld leer, das Programm nimmt dann den Standardport 21. SFTP läuft laut All-Inkl über Port 22, mit dem SSH-Benutzer ssh-w0…, und nur in Tarifen mit SSH, also ab Premium.
Hat All-Inkl SFTP?
Ja, ab dem Tarif Premium (9,95 Euro im Monat). Privat und Privat+ haben FTP mit Verschlüsselung (FTPS) und WebFTP, aber kein SFTP und kein SSH.
Ist das SSL-Zertifikat bei All-Inkl kostenlos?
Das Let’s-Encrypt-Zertifikat ist ab Privat+ inklusive, in Privat kostet es laut Paketvergleich Aufpreis und wird als Zusatzoption in der Members Area bestellt. Ein validiertes Zertifikat kostet in Privat, Privat+ und Premium extra, laut Aufpreisliste 59 Euro für sechs Monate; im Tarif Business ist eins enthalten.
Kann ich bei All-Inkl ohne FTP-Programm hochladen?
Ja, mit WebFTP im Browser, das alle Tarife haben. Für eine ganze Website mit vielen Dateien ist ein FTP-Programm oder ein Skript bequemer.
Wie du weitermachst
Probier FTP, Upload und SSH im kostenlosen Test-Account von All-Inkl* aus und geh die Schritte dann in deinem Tarif durch: eigener FTP-Benutzer, Upload, Domain aufs Verzeichnis, Let’s Encrypt. Alle Wege zur eigenen Website stehen in Website selbst bauen: Anleitung mit KI. Wenn du Bau und Upload an einen KI-Mitarbeiter abgeben und die Freigabe behalten willst, schau dir an, wie Ralf arbeitet. Ralf liegt als fertige Vorlage in meiner Community Claude Practitioners, in der Stufe Premium für 149 US-Dollar im Monat (Stand: 18.10.2026, laut seiner Seite).
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