Für eine kleine Firmenwebsite reicht geteiltes Webhosting, und der Hosting-Vergleich entscheidet sich an drei Zahlen, nicht am Lockpreis: dem Preis nach der Aktionsphase, ob die Domain dabei ist, und über welchen Weg du Dateien hochlädst. Laut den Preisseiten vom 04.11.2026 kostet der Einstieg nach der Aktion bei Hetzner 1,90 Euro (ohne Domain), bei All-Inkl 4,95 Euro, bei Strato 5 Euro und bei IONOS 6 Euro im Monat, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Über drei Jahre gerechnet liegen die Einstiegstarife damit zwischen rund 86 und 208 Euro. Beim Upload unterscheiden sie sich stärker: Strato und IONOS haben SFTP in jedem Tarif, All-Inkl erst ab Premium, Vercel und Netlify gar kein FTP, dort kommt die Seite per Git. Wer einen KI-Mitarbeiter hochladen lässt, braucht SFTP oder Git und einen eigenen, eng begrenzten Zugang.
Ralf, mein KI-Mitarbeiter für Websites, betreut kevinwelter.com technisch (Website mit KI erstellen und modernisieren). Was Bau und Pflege insgesamt kosten, steht in Was kostet eine Website oder Landingpage?, was nach dem Livegang regelmäßig anfällt, in Website-Wartung: Aufgaben, Checkliste, Kosten. Hier geht es nur um das Hosting.
Hosting-Vergleich: die Tarife im Überblick
Alle Angaben von den offiziellen Preisseiten, abgerufen am 04.11.2026 (Stand: November 2026). Euro-Preise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer, Dollar-Preise zuzüglich Steuern.
Zwei Fallen im Kleingedruckten: Vercels Gratis-Tarif Hobby ist laut Vercel „for personal, non-commercial use“, eine Firmenwebsite braucht Pro. Und Netlify testet Preise, im Seitencode stehen je Tarif mehrere Beträge und „See pricing in your dashboard“.
Was Webhosting über drei Jahre kostet
Wer nur den ersten Monat vergleicht, vergleicht Werbung. Gerechnet über 36 Monate mit den heutigen Preisen:
Den Unterschied machen Speicher, Domain und Upload. Hetzner S ist am günstigsten, hat aber 10 GB und keine Domain. All-Inkl ist mit Domain am günstigsten, SFTP gibt es dort aber erst in Premium. Bei Strato hängt der Preis an der Laufzeit: monatlich kündbar kostet Starter 6 Euro plus 10 Euro Einrichtung.
Welcher Hosting-Typ zu deiner Website passt
FTP-Upload oder SFTP: welcher Weg sicher ist
Klassisches FTP überträgt Benutzername und Passwort unverschlüsselt. Das steht schon in RFC 2577: „Standard FTP … sends passwords in clear text“. Wer auf der Strecke mitliest, hat deinen Zugang. Es gibt zwei sichere Wege:
- FTPS ist FTP mit TLS-Verschlüsselung, beschrieben in RFC 4217, meist auf Port 21. Hetzner rät, im Programm „explizit (FTPES)“ zu wählen. All-Inkl schreibt in seiner FileZilla-Anleitung, dass „eine verschlüsselte Verbindung bei uns möglich ist“, das Programm zeigt dann das Zertifikat an.
- SFTP hat mit FTP nur den Namen gemeinsam. Es läuft über SSH, meist auf Port 22, und erlaubt die Anmeldung mit Schlüssel statt Passwort. Für Skripte und KI-Mitarbeiter ist das der bessere Weg.
Für einen KI-Mitarbeiter zählt außerdem, ob du ihm einen eigenen Zugang geben kannst, der nur bis zum Website-Ordner reicht:
Website per SFTP hochladen: so lief der Test mit einem KI-Mitarbeiter
Bei mir kommen produktive Änderungen nicht per SFTP, sondern über ArgoCD aus Git (dazu unten mehr). Den SFTP-Weg habe ich deshalb im Test auf meinem Rechner nachgestellt, mit den Befehlen, die ein KI-Mitarbeiter ausführt, ohne echtes Konto: ein SFTP-Server als Docker-Container (atmoz/sftp), ein Benutzer, der nur SFTP darf, nur seinen Ordner sieht und sich nur mit einem frischen Testschlüssel anmeldet.
1. Host-Schlüssel prüfen. Vor dem ersten Upload vergleicht der Agent den Fingerabdruck des Servers mit einer zweiten Quelle, im Test direkt aus dem Container. Beide stimmten überein. Danach verbindet er sich nur noch mit StrictHostKeyChecking=yes.
2. Hochladen im Batch-Modus. Jeder Schritt steht in einer Datei:
cd public_html
mkdir css
put site/index.html index.html
put site/kontakt.html kontakt.html
put site/css/style.css css/style.css
sftp -i keys/ki_upload_test -P 2222 -o UserKnownHostsFile=known_hosts_test \
-o StrictHostKeyChecking=yes -o BatchMode=yes -b upload.batch webupload@127.0.0.1
3. Prüfen, was angekommen ist. Der Agent listet die Dateien, lädt sie in einen leeren Ordner zurück und vergleicht die SHA-256-Prüfsummen:
$ shasum -a 256 -c ../lokal.sha256
index.html: OK
kontakt.html: OK
css/style.css: OK
4. Nur Änderungen nachladen. Für den zweiten Upload nahm der Agent lftp mirror --reverse --only-newer; übertragen wurde nur die geänderte kontakt.html, die Prüfsumme auf dem Server stimmte wieder.
5. Grenzen testen. Anmeldung nur mit Passwort: „Permission denied“. Shell-Befehl: „This service allows sftp connections only.“ Ein Upload in die Wurzel außerhalb von public_html: „Permission denied“. Genau so soll ein Zugang für einen KI-Mitarbeiter aussehen.
Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Der aktuelle OpenSSH-Client warnte bei jeder Verbindung, der Server nutze keinen Post-Quanten-Schlüsselaustausch; das Image stammt von Juli 2024. Bei einem echten Hoster ist das eine Frage an den Support. Und rsync brach mit einem Fehler ab, weil der Server nur SFTP erlaubt; dafür braucht es einen Tarif mit SSH.
Für den Zugang gelten die Regeln aus Website-Wartung: Aufgaben, Checkliste, Kosten: eigener, jederzeit sperrbarer Zugang je Mitarbeiter, Zugangsdaten nie in den Chat. Dazu kommt: Hochgeladen wird erst nach Freigabe. Ralf kann Build und Bereitstellung vorbereiten und die fertige Seite prüfen, der Livegang braucht laut seiner Seite immer die ausdrückliche Freigabe.
Selbsthosting: wie meine eigenen Seiten laufen
Meine eigenen Dienste, darunter diese Website, laufen auf einem k3s-Cluster bei Hetzner Cloud (Kubernetes auf Hetzner: k3s in Produktion); Änderungen kommen über ArgoCD aus Git (GitOps mit ArgoCD: Deployments aus Git), mehr dazu in der Website-Wartung.
Für eine kleine Firmenwebsite ist das zu viel. Wenn du trotzdem vor der Entscheidung stehst, helfe ich dir auf Kubernetes-Experte: Beratung und Betrieb, Kontrolle, Aufwand, Datenhoheit und Kosten abzuwägen.
Häufige Fragen
Welches Webhosting ist für eine kleine Firma am günstigsten?
Laut Preisseiten vom 04.11.2026 Hetzner Webhosting S mit 1,90 Euro im Monat, aber mit 10 GB und ohne Domain. Mit Domain liegen All-Inkl Privat (4,95 Euro) und Strato Starter (5 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit) vorn. Rechne immer über drei Jahre.
Strato oder IONOS: welcher Hoster passt?
Laut Preisseiten vom 04.11.2026 ist Strato Starter über drei Jahre günstiger: 175 Euro mit Domain bei zwölf Monaten Laufzeit, IONOS Webhosting Standard 208 Euro, die Domain ab dem zweiten Jahr extra. IONOS bietet dafür 100 statt 50 GB und 200 statt 3 SFTP-Zugänge. Beide haben SSH, SFTP und Git. Brauchst du viele getrennte Zugänge, etwa für Dienstleister und KI-Mitarbeiter, spricht das für IONOS, sonst der Preis für Strato.
Ist FTP noch sicher?
Unverschlüsseltes FTP nicht, weil das Passwort im Klartext übertragen wird. Nimm SFTP oder FTPS. Alle klassischen Webhoster in diesem Vergleich bieten mindestens eins davon an, Vercel und Netlify haben gar kein FTP.
Wie viel Webspace braucht meine Website?
Miss es: Die Größe deiner heutigen Website zeigt dein Hosting-Panel, bei einer statischen Seite du -sh im Projektordner. Die Testseite oben hatte keine 1.000 Byte; voll machen den Speicher Bilder, Videos und Backups. Bei All-Inkl teilen sich Webspace, E-Mail und Datenbanken denselben Speicher.
Darf ein KI-Mitarbeiter auf mein Hosting hochladen?
Ja, mit einem eigenen SFTP-Zugang, der nur bis zum Website-Ordner reicht, mit Schlüssel statt Passwort, wo der Hoster das erlaubt, und mit Prüfsummen nach jedem Upload. Die Freigabe für den Livegang bleibt bei dir.
Wie du weitermachst
Schau in deinen Vertrag: Was zahlst du nach der Aktionsphase, ist die Domain dabei, hat dein Tarif SFTP? Leg danach einen eigenen Zugang nur für den Website-Ordner an, statt dein Haupt-Login weiterzugeben. Wie Ralf von der Analyse bis zur Übergabe arbeitet, steht auf seiner Seite. Ralf liegt als fertige Vorlage in der Premium-Stufe meiner Community für 149 US-Dollar im Monat (Stand: 18.10.2026, laut seiner Seite), zusammen mit den anderen KI-Mitarbeitern in Claude Practitioners.