Homepage-Baukästen unterscheiden sich weniger im Editor als in sechs klein gedruckten Punkten: Preis nach der Aktionslaufzeit, Domain und Postfach, Vorlagenbindung, Mehrsprachigkeit, Rechtstexte und Ladezeit. Der wichtigste ist der Preis, weil der beworbene Betrag bei mehreren Anbietern nicht der ist, den du dauerhaft zahlst. IONOS bewirbt den Tarif Plus mit 1 Euro im Monat für zwölf Monate und nennt daneben 18 Euro als regulären Preis, STRATO die Smartwebsite Plus ebenfalls mit 1 Euro für zwölf Monate bei 12 Euro danach. Über zwei Jahre sind das 228 beziehungsweise 156 Euro statt der Zahl, die groß dasteht. Genauso unterschiedlich ist, wie lange „inklusive" gilt: STRATO führt eine dauerhafte Inklusiv-Domain, Wix eine Gratis-Domain für ein Jahr, Jimdo eine kostenlose Website-Adresse für die erste Vertragslaufzeit. Ein Postfach steht bei IONOS und STRATO im Paket, bei Jimdo stehen auf der Preisseite E-Mail-Weiterleitungen. Alle Angaben stammen von den Produkt- und Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 19. September 2026.
Ich betreibe meine eigenen Seiten nicht im Baukasten, sondern lasse sie von einem KI-Mitarbeiter als eigenen Quelltext bauen. Für viele Betriebe ist der Baukasten trotzdem die vernünftigere Wahl, und ich sage unten, für welche. Zwei Nachbarthemen bleiben kurz, weil sie anderswo belegt sind: die Kostenrechnung in Was kostet eine Website oder Landingpage? und die Frage, wer den Quelltext herausgibt, in KI-Website-Generatoren im Vergleich. Wie ein kleiner Betrieb einsteigt, steht in KI für kleine Unternehmen.
Der beworbene Preis und der Preis danach
Auf den Preisseiten von IONOS und STRATO steht beides: die große Zahl für die Aktionslaufzeit und daneben die Zahl, die danach gilt. Rechne mit der zweiten. Die 24-Monats-Beträge sind meine Multiplikation aus den beiden ausgewiesenen Preisen, keine Angabe der Anbieter.
Bei Jimdo, Wix und Squarespace ist kein abweichender Folgepreis ausgewiesen; über 24 Monate sind es 480 Euro für Jimdo Grow, 399,84 Euro für Wix Light und 288 Euro für Squarespace Basic. Drei Punkte entscheiden, ob dein Vergleich trägt:
- Der Folgepreis. Such auf der Preisseite die Angabe „danach". Bei IONOS Plus liegen zwischen beworbener und regulärer Zahl 17 Euro im Monat.
- Die Zahlweise. Wix nennt seine Monatspreise für Jahresabos, die beim Kauf vollständig bezahlt werden, Squarespace wirbt mit bis zu 36 Prozent Ersparnis gegenüber monatlicher Zahlung. Der Monatspreis ist dann eine Rechengröße, keine Abbuchung.
- Was nur ein Jahr gilt. Wix führt mehrere Leistungen als „Kostenlos für 1 Jahr", darunter die Domain und die abmahnsicheren Rechtstexte.
Und zu Vergleichen mit Jahreszahl im Titel: An den Kriterien ändert sich wenig, an Preisen und Aktionen ständig etwas. Ein Vergleich von 2025 taugt für die Kriterien, nicht für die Beträge, und die hier genannten altern genauso schnell.
Domain und Postfach
Der Unterschied zwischen Postfach und Weiterleitung hakt im Alltag. Ein Postfach rufst du ab und durchsuchst es, eine Weiterleitung schiebt Post an eine Adresse, die du woanders hast. Aus deiner Domain-Adresse antworten kannst du trotzdem, aber erst mit einem zusätzlichen Alias- oder SMTP-Zugang, den du dazubuchst. Wer geschäftlich per Mail arbeitet, landet an dieser Stelle oft bei einem zweiten Produkt.
Vorlagen, und wie weit du davon abweichen kannst
An der Auswahl scheitert es nicht: IONOS wirbt mit tausenden Vorlagen, Wix mit über 900 personalisierbaren Templates, STRATO mit Designvorlagen, die sich laut Produktseite nachträglich anpassen lassen. Interessanter ist, was passiert, wenn du dich umentscheidest. Wix schreibt im eigenen Hilfe-Center, es sei noch nicht möglich, das Template einer bereits erstellten Website auszutauschen. Der beschriebene Weg: neue Website mit neuem Template anlegen, Elemente, Seiten und Medien von der alten kopieren, dann Paket und Domain übertragen.
Die zweite Grenze ist der Umfang. STRATO deckelt die Unterseiten je nach Tarif auf 5, 100 oder 500, Jimdo auf 5 im Free-Paket, 10 im Start, 50 in Grow, unbegrenzt erst im Unlimited-Tarif. Für Sonderwünsche führt Jimdo mit Creator einen zweiten Baukasten mit Coding-Funktion. Die Regel dahinter ist in KI-Website-Generatoren im Vergleich belegt: Ein Editor kann, was der Anbieter vorgesehen hat.
Mehrsprachigkeit
Hier unterscheiden sich Tarife innerhalb desselben Anbieters. STRATO führt die Mehrsprachenfunktion in der eigenen Funktionstabelle im Basic-Tarif als nicht vorhanden und in Plus und Pro als vorhanden. Wix löst es über eine App, Wix Multilingual, kostenlos installierbar, mit 3.000 kostenlosen Credits für maschinelle Übersetzung, Erkennung der Browsersprache und mehreren URL-Strukturen. Auf den abgerufenen Produktseiten von IONOS und Jimdo ist Mehrsprachigkeit kein ausgewiesener Paketbestandteil.
Wenn zwei Sprachen absehbar sind, klär vorher: ob jede Sprache eine eigene Adresse bekommt, wer übersetzt, und was passiert, wenn du später einen Satz auf der deutschen Seite änderst. Der dritte Punkt entscheidet den Aufwand danach.
Rechtstexte
Geschäftsmäßige Seiten brauchen nach § 5 DDG Pflichtangaben, die leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sind; das ist nur ein Teil der Pflichten, die eine Seite treffen können. Das hier ist keine Rechtsberatung, sondern die Einordnung, wer den Posten im Preis hat. Jimdo verkauft ihn als eigenes Paket: Grow Legal für 29 Euro im Monat enthält Rechtstexte, die Jimdo als abmahnsicher und laufend aktualisiert ausweist, der sonst gleich ausgestattete Grow-Tarif für 20 Euro nicht. Wix führt abmahnsichere Rechtstexte als „Kostenlos für 1 Jahr". IONOS verkauft den Abmahnschutz als eigenes Produkt mit der IT-Recht Kanzlei München, für 8 Euro im Monat für eine Website und 12 Euro für einen Shop, laut Anbieter mit Haftungsübernahme. STRATO führt ihn in allen drei Tarifen als optional. „Abmahnsicher" und „Haftungsübernahme" sind dabei Angaben der Anbieter, keine allgemeine Zusage: Was ein Paket im Einzelfall abdeckt, steht in der Leistungsbeschreibung samt Ausschlüssen und Mitwirkungspflichten. Rechne den Posten trotzdem in den Monatspreis ein, sonst vergleichst du einen Tarif mit Rechtstexten gegen einen ohne.
Ladezeit: was du messen kannst
Der Maßstab kommt nicht vom Baukasten, sondern von Google: Als nutzerfreundlich gelten ein Largest Contentful Paint von 2,5 Sekunden, ein Interaction to Next Paint von 200 Millisekunden und ein Cumulative Layout Shift von 0,1, gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe. Entscheidend sind Felddaten echter Besucher: PageSpeed Insights zieht sie aus dem Chrome-Nutzererfahrungsbericht, Zeitfenster laut Wix 28 Tage.
Was die Ladezeit in einem Baukasten bewegt, beschreibt Wix in der eigenen Hilfe offen. Videos und Drittanbieter-Apps laden demnach langsamer als Text und Buttons, und Inhalte aus Apps und iFrames kommen von fremden Servern, weshalb Wix sie nach eigener Angabe nicht optimieren kann. Empfohlen werden nicht mehr als drei bis vier Schriftarten, weil Systemschriften laut Wix schneller laden. Bilder, Videos, Schriften und Widgets hast du also selbst in der Hand, den Code der Plattform nicht. Für den Prüfschritt gilt dabei eine Einschränkung: Eine fremde Kundenseite in PageSpeed Insights einzugeben ist eine Stichprobe, kein Plattformtest, weil ihr Wert an ihren eigenen Bildern, Skripten und Besuchern hängt. Belastbar wird es erst mit einer eigenen Testseite im Baukasten und später mit den Felddaten deiner Adresse. Kleine Seiten haben oft zu wenige Besucher dafür; dann zeigt PageSpeed Insights nur Laborwerte.
Der Ausstieg
Kurz, weil es anderswo belegt ist: Wix schreibt im Hilfebereich, die Seite müsse auf den Servern von Wix laufen, Squarespace dokumentiert, dass sich nur ein Teil der Inhalte als XML ausspielen lässt. Die Domain nimmst du in aller Regel mit, die Seite nicht. War die Domain nur im ersten Jahr inklusive, hängt an der Kündigung auch die Frage, wohin sie umzieht. Einzelheiten in KI-Website-Generatoren.
Baukasten oder WordPress
Zwei verschiedene Dinge. Ein Baukasten ist ein Mietpaket: Software, Hosting, Zertifikat, Aktualisierungen und Kundendienst in einer Rechnung. WordPress ist freie Software unter der GPLv2, die du selbst installierst und betreibst; das Projekt nennt als Voraussetzung eigenes Hosting und eine eigene Domain und empfiehlt PHP 8.3 oder höher mit MySQL ab 8.0 oder MariaDB ab 10.11. Nach eigener Angabe läuft WordPress auf über 43 Prozent aller Websites. Dazwischen liegen Managed-WordPress-Angebote, bei denen der Hoster Aktualisierungen und Sicherungen übernimmt.
Die Entscheidung hängt deshalb nicht am Preis, sondern daran, wie viel Betriebsaufwand bei dir bleibt. Im Baukasten übernimmt der Anbieter Hosting, Plattform und technische Aktualisierungen, und du kannst das, was er vorgesehen hat. Bei WordPress kannst du mehr, und derselbe technische Teil liegt bei dir oder bei deinem Hoster. Was in beiden Fällen bei dir bleibt: Inhalte, Impressum und Datenschutz, Barrierefreiheit, eingebundene Dienste, dein Konto und die Frage, wie du an eine Sicherung kommst.
Für wen ein Baukasten die richtige Wahl ist
Ein Baukasten ist die vernünftige Entscheidung, wenn du bei null anfängst, eine überschaubare Seite brauchst, niemanden für Technik hast und planbare Kosten willst. Bei den beiden deutschen Anbietern hier bekommst du dafür für 7 bis 33 Euro im Monat ein vollständiges Paket mit deutschsprachigem Kundendienst, bei STRATO mit zwei Rechenzentren in Deutschland.
Die Grenze liegt bei einer gewachsenen Website mit Inhalten aus mehreren Jahren. Einen Weg, diesen Bestand automatisch zu übernehmen, weisen die verglichenen Produktseiten nicht aus. Du überträgst ihn von Hand, und dabei gehen Dinge verloren, die niemandem fehlen, bis ein Kunde danach fragt.
Was ein KI-Mitarbeiter an dieser Stelle anders macht
Bei mir übernimmt diese Arbeit Ralf, ein KI-Mitarbeiter mit genau einer Aufgabe. Er bekommt die Adresse einer veralteten Website und liefert daraus in einem Rutsch eine moderne Fassung, die auf dem Handy funktioniert: alle Inhalte der alten Seite übernommen, besser strukturiert, auf Wunsch als Demo online. Über 20 Kunden-Websites sind so entstanden, und kevinwelter.com rollt er selbst aus.
Für den Baukasten-Vergleich zählen zwei Punkte. Erstens beginnt er bei deinem Bestand statt bei einer Vorlage und erfindet nichts dazu: keine Leistungen, keine Preise, keine Bewertungen. Was fehlt, wird als Platzhalter markiert und im Bericht aufgeführt. Dass das keine Formalie ist, zeigen drei Fälle aus dem Betrieb: eine Preisliste in einem Auto-Play-Slider, eine Datei namens logo.png mit einem Vereinswappen darin, und eine Navigation auf Sprungmarken, die beim Umbau Unterseiten unerreichbar gemacht hätte. Vor jedem Livegang stehen deshalb Build, Screenshots und ein Klicktest, geschaltet wird erst nach Freigabe. Zweitens ist das Ergebnis eigener Quelltext, mit Node.js und Next.js gebaut, und läuft dort, wo du willst. Wie er arbeitet und wo ich ihn bremse, steht auf Website mit KI erstellen: so arbeitet Ralf.
Was das nicht ersetzt: den Kundendienst am Telefon für den, der bei null anfängt. Dafür ist der Baukasten gebaut, und dafür ist er gut.
Häufige Fragen
Welcher Homepage-Baukasten ist der beste?
Den besten gibt es nicht, es gibt den passenden zu deiner Lage. Für eine kleine Seite mit deutschsprachigem Kundendienst sind IONOS und STRATO günstig, wobei STRATO eine dauerhafte Inklusiv-Domain führt, Jimdo Rechtstexte als eigenes Paket. Entscheide entlang der sechs Kriterien oben, nicht am Einstiegspreis.
Was kostet ein Homepage-Baukasten wirklich?
Rechne mit dem Folgepreis über zwei Jahre, nicht mit dem Aktionspreis. IONOS Plus kostet nach der Aktion 18 Euro im Monat, über 24 Monate also 228 Euro, STRATO Plus 12 Euro und damit 156 Euro. Dazu kommen Posten, die nur im ersten Jahr inklusive sind, und die Rechtstexte: bei IONOS 8 Euro im Monat, bei Jimdo 9 Euro Tarifunterschied. Stand September 2026.
Homepage-Baukasten oder WordPress?
Baukasten, wenn niemand bei dir Technik pflegt und die Kosten planbar sein sollen. WordPress, wenn du Freiheiten brauchst, die ein Editor nicht hergibt, und jemanden hast, der Aktualisierungen, Sicherungen und Sicherheit übernimmt, dich selbst, deinen Hoster oder einen Dienstleister.
Ist die Domain enthalten, und kann ich die Vorlage später wechseln?
Die Domain ist bei allen fünf verglichenen Anbietern enthalten, aber unterschiedlich lange, siehe Tabelle oben. Der Vorlagenwechsel geht bei Wix nicht innerhalb derselben Website. Das Hilfe-Center schreibt, das Template einer bereits erstellten Seite lasse sich nicht austauschen; der Weg führt über eine neue Website, in die du Elemente, Seiten und Medien kopierst und auf die du Paket und Domain überträgst. Ein kleines Projekt, keine Einstellung.
Wie du weitermachst
Nimm die Preisseite des Anbieters, der dir am besten gefällt, und notier vier Angaben: Aktionspreis, Preis danach, Laufzeit der Aktion und alles, was mit „für 1 Jahr" oder „für die erste Vertragslaufzeit" markiert ist. Multiplizier das auf 24 Monate. Danach legst du im Gratis-Tarif oder in der Testphase eine eigene Seite an, veröffentlichst sie und gibst sie in PageSpeed Insights ein, den einzigen Ladezeit-Test, der zu deinen Inhalten passt. Mit dieser Viertelstunde weißt du mehr über deinen künftigen Anbieter als aus jeder Vergleichstabelle, meine eingeschlossen. Willst du deine bestehende Seite modernisieren statt eine neue zu bauen, hilft Website mit KI modernisieren weiter, für eine einzelne Zielseite Landingpage erstellen: Anleitung und Tools. Wer lieber einen KI-Mitarbeiter hätte, der die bestehenden Inhalte übernimmt statt neue zu erfinden: Ralf und die übrigen fertigen Rollen liegen zum Laden in meiner Community Claude Practitioners.