Codex kostet so viel wie dein ChatGPT-Abo, einen eigenen Codex-Preis gibt es nicht. Laut OpenAIs Preisseite, Stand 26.10.2026, bekommst du in Free (0 Dollar) und Go (8 Dollar im Monat) nur die Desktop-App mit dem kleinen Modell GPT-6 Luna, je nach Rollout. Ab Plus (20 Dollar) laufen Kommandozeile, Editor-Erweiterung, Web und iOS. Pro gibt es in drei Stufen zu 100, 200 oder 500 Dollar im Monat, derzeit ohne Fünf-Stunden-Grenze, aber mit möglichen Wochenlimits. Business kostet 20 Dollar je Nutzer und Monat im Jahresvertrag ab zwei Nutzern, 25 Dollar bei monatlicher Zahlung. Ist das Kontingent leer, kaufst du in Plus und Pro Credits nach oder arbeitest mit einem API-Schlüssel zu API-Preisen. Zum Vergleich: Claude Code gibt es ab Claude Pro für 20 Dollar im Monat, Max kostet 100 oder 200 Dollar.
Ich arbeite täglich mit Claude Code, meine KI-Belegschaft läuft darauf, und Codex nutze ich regelmäßig für Korrekturschleifen: Ein Werkzeug baut, das andere prüft. Eine eigene Verbrauchsmessung für Codex habe ich nicht gemacht. Alle Zahlen hier stammen von OpenAIs Preisseite und Modellübersicht, abgerufen am 26.10.2026, und für Claude von Anthropics Preisseite vom selben Tag. Was die drei Coding-Agenten jenseits der Preise unterscheidet, steht in Claude Code, Codex oder Copilot: was wofür?. Alles zu Claude sammle ich auf der Seite Claude.
Codex Preise 2026: die Pläne im Überblick
OpenAI führt die Pläne auf der Codex-Preisseite. Preise in US-Dollar je Monat, Stand 26.10.2026:
Seit dem 26.10.2026 gibt es zusätzlich GPT-6.1 Terra, laut Changelog ab Plus und nur in Codex und ChatGPT Work. Für die Planwahl wichtig: ChatGPT Work, also die Codex-Technik im Chat, zieht aus demselben Kontingent. OpenAI schreibt dazu: „ChatGPT Work and Codex share usage.“ Wer viel mit Work arbeitet, hat entsprechend weniger für Codex übrig.
Wie OpenAI die Limits zählt
OpenAI nennt keine festen Nachrichtenzahlen, sondern Schätzwerte für lokale Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster, und zwar für Plus und den Standard-Sitz in Business. Laut Preisseite:
Die Spannen sind breit, weil der Verbrauch laut OpenAI von Modell, Größe der Aufgabe, Kontext und Werkzeugen abhängt. Wörtlich: „These estimates are not fixed message limits“. Aufgaben in der Cloud verbrauchen laut OpenAI mehr als lokale Nachrichten, und unter der Tabelle steht „Weekly limits may also apply“. Für Pro gilt: „Pro plans currently have no five-hour limit.“ Das „currently“ und der Hinweis auf Wochenlimits stehen beide da, „ohne Limit“ ist Pro also nicht.
Ein paar Dinge ziehen schneller am Kontingent, laut Preisseite:
- Fast-Modus: 2,5-facher Verbrauch aus dem Abo-Kontingent.
- Ultrafast: 8-facher Verbrauch, nur in Pro 500 und freigeschalteten Enterprise- und Edu-Plänen.
- Bildgenerierung: im Schnitt drei- bis fünfmal schneller verbraucht als vergleichbare Aufgaben ohne Bild.
- Sprache in der Desktop-App: 0,05 Dollar je Minute aus dem Codex-Budget.
Wo du stehst, zeigt das Nutzungs-Dashboard in den Codex-Einstellungen, in der Kommandozeile der Befehl /status. OpenAI empfiehlt selbst: „Check the dashboard every week or two to understand your pace and remaining capacity.“ Und wenn du mitten in einer Aufgabe an die Grenze kommst, darf der Agent laut OpenAI den laufenden Schritt noch zu Ende bringen, im Rahmen einer Fair-Use-Grenze.
Credits: was passiert, wenn das Kontingent leer ist
Credits sind die Einheit, in der OpenAI Nutzung über das Abo hinaus abrechnet. Laut Preisseite können Nutzer von Plus und Pro Credits nachkaufen, statt das Abo zu wechseln; Business, Enterprise und Edu mit flexibler Abrechnung kaufen Credits für den ganzen Arbeitsbereich. Wie viel ein Credit in Euro oder Dollar kostet, steht auf der Preisseite nicht, dort heißt es nur „Credit purchase prices and applicable discounts depend on your plan or agreement“. Die Hilfeartikel, auf die OpenAI verweist, lieferten mir am 26.10.2026 eine Fehlermeldung (HTTP 403). Den Dollarpreis je Credit lasse ich deshalb offen.
Was die Preisseite nennt, ist der Verbrauch in Credits je Million Token, in normaler Geschwindigkeit:
Daraus lässt sich ablesen, wie stark die Modellwahl wirkt: Nach dieser Tabelle kostet Astra je Eingabe- und Ausgabe-Token das Fünffache von GPT-6.1 Sol, Luna ein Zwanzigstel. Wer Credits nachkauft, spart also vor allem über das Modell. Der dritte Weg ist ein API-Schlüssel: Dann zahlst du nach OpenAIs API-Preisen, unabhängig vom ChatGPT-Abo, allerdings ohne Cloud-Funktionen.
Codex und Claude Code im Kostenvergleich
Laut den Preisseiten beider Anbieter, Stand 26.10.2026:
Beim Einstieg sind beide gleich teuer. Darüber gehen die Leitern auseinander: OpenAI hat drei Pro-Stufen, deren Unterschiede bei den Limits ich nicht prüfen konnte, und für Pro derzeit keine Fünf-Stunden-Grenze, Anthropic zwei Max-Stufen, die laut Preisseite fünf- oder zwanzigmal so viel Nutzung je Fenster bieten wie Pro. Was du für dein Geld an Arbeit bekommst, lässt sich aus den Preisseiten nicht ablesen, weil beide nach Aufgabe, Modell und Kontext verbrauchen. Einen eigenen Verbrauchsvergleich habe ich nicht gemacht; jede Aussage „X reicht länger als Y“ wäre geraten.
Aus meiner Erfahrung mit Claude Code kann ich nur den Weg beschreiben: Ich habe nicht mit Max angefangen, sondern bin erst gewechselt, als das Kontingent von Pro bei langen Sitzungen nicht mehr reichte. Für Codex passt derselbe Weg: klein anfangen, nach ein, zwei Wochen ins Dashboard schauen, wie OpenAI es selbst empfiehlt, und dann entscheiden. Welche weiteren Alternativen es zu Claude Code gibt und was sie kosten, steht in Claude Code Alternativen 2026 im Überblick.
Was in der EU geht
Codex selbst nutze ich in Deutschland. Einige Funktionen sind laut OpenAI aber eingeschränkt, Stand 26.10.2026:
- Dots, die ständig laufenden Agenten auf GPT-6 Astra: In Pro 100, 200 und 500 laut Dots-Dokumentation nur „for users over 18 outside the European Economic Area, United Kingdom, and Switzerland“. Business Premium und Enterprise werden weltweit ausgerollt. Daten- oder Verarbeitungsresidenz unterstützen Dots laut OpenAI nicht. Anthropics Gegenstück steht in Claude Duet: was der proaktive Agent kann.
- Computer Use und Record & Replay: laut Planvergleich „currently limited to only specific regions“; welche, nennt die Preisseite nicht.
- Composer Predictions (Vorschläge für die nächste Nachricht): Beta, nur in persönlichen Pro-Plänen, laut Changelog „in supported regions“; ob die EU dazugehört, nennt OpenAI nicht.
- Datenresidenz und Aufbewahrungsregeln führt der Planvergleich nur für Enterprise und Edu. Für Ultrafast mit GPT-6.1 Sol nennt OpenAI Verarbeitung in den USA oder in Europa (EWR und Schweiz).
- Training: „No training on API or business data by default“ steht laut Planvergleich bei Business, Enterprise und API-Schlüssel, nicht bei Plus und Pro.
Das ist keine Rechtsberatung. Für Firmencode und Kundendaten nimmst du einen Firmenplan, nicht das private Abo; ob das für deinen Fall reicht, klärst du mit einer Fachperson. Wie das auf der Claude-Seite aussieht, steht in Claude Datenschutz und DSGVO: was gilt.
Welcher Plan für wen
Meine Einschätzung nach den Preisseiten, nicht nach einem Test:
- Du willst Codex nur ansehen: Free oder Go reichen für einen Eindruck in der Desktop-App. Für die Kommandozeile brauchst du Plus.
- Du nutzt Codex als Prüfer neben Claude Code: Fang mit Plus an und lies nach ein, zwei Wochen das Dashboard. Eine höhere Stufe lohnt erst, wenn du regelmäßig an die Grenze kommst.
- Du arbeitest den ganzen Tag mit Codex: eine der Pro-Stufen. Pro 500 ist laut Preisseite die einzige persönliche Stufe mit Ultrafast. Worin sich Pro 100, 200 und 500 bei den Limits unterscheiden, beschreibt OpenAI in einem Hilfeartikel, der mir am 26.10.2026 eine Fehlermeldung lieferte (HTTP 403); das lasse ich offen.
- Dein Team arbeitet mit Kundendaten: Business, wegen SSO und der Voreinstellung ohne Training; Enterprise, wenn du Datenresidenz brauchst.
- Du willst Codex in Skripten oder in der CI laufen lassen: ein API-Schlüssel, abgerechnet nach API-Preisen.
Wer Codex und Claude Code nebeneinander nutzt, hält am besten auch die Hausregeln schlank. OpenAI rät auf der Preisseite ausdrücklich, die AGENTS.md klein zu halten, weil sie Kontext in jede Sitzung bringt. Wie sich AGENTS.md und CLAUDE.md zueinander verhalten, steht in CLAUDE.md vs AGENTS.md: was überlebt.
Häufige Fragen
Ist Codex kostenlos?
Teilweise. Laut OpenAI ist Codex in Free und Go enthalten, dort aber nur in der ChatGPT-Desktop-App mit GPT-6 Luna, je nach Rollout. Kommandozeile, Editor-Erweiterung und Web führt OpenAI erst ab Plus für 20 Dollar im Monat auf.
Was kostet Codex Pro?
Pro gibt es laut OpenAI in drei Stufen zu 100, 200 und 500 Dollar im Monat. Alle drei sind laut Preisseite derzeit ohne Fünf-Stunden-Grenze, Wochenlimits sind möglich. Nur Pro 500 enthält den Modus Ultrafast. Worin sich die drei Stufen bei den Limits unterscheiden, steht in einem Hilfeartikel von OpenAI, den ich nicht abrufen konnte (HTTP 403).
Hat Codex Pro ein Limit?
Eine Fünf-Stunden-Grenze nennt OpenAI für Pro derzeit nicht, wörtlich „Pro plans currently have no five-hour limit“. Wochenlimits schließt die Preisseite aber nicht aus. Wie viel du verbraucht hast, siehst du im Nutzungs-Dashboard oder mit /status in der Kommandozeile.
Was kostet ein Codex-Credit?
Den Dollarpreis je Credit nennt die Codex-Preisseite nicht, er hängt laut OpenAI von Plan und Vertrag ab. Belegt ist der Verbrauch je Million Token, etwa 50 Credits Eingabe und 250 Credits Ausgabe für GPT-6.1 Sol.
Ist Codex günstiger als Claude Code?
Im Einstieg nicht: Plus und Claude Pro kosten beide 20 Dollar im Monat. Darüber hat OpenAI mehr Stufen (100, 200, 500 Dollar) als Anthropic (100, 200 Dollar). Wie viel Arbeit du je Dollar bekommst, hängt bei beiden von Aufgabe und Modell ab; eine belastbare Antwort gibt es ohne eigene Messung nicht.
Kann ich Codex ohne ChatGPT-Abo nutzen?
Ja, mit einem API-Schlüssel. Dann läuft Codex in Kommandozeile, SDK und Editor-Erweiterung, abgerechnet nach OpenAIs API-Preisen, aber ohne Cloud-Funktionen wie Code-Review auf GitHub oder die Slack-Anbindung.
Wie du weitermachst
Wenn du noch zwischen den Werkzeugen schwankst, lies zuerst Claude Code, Codex oder Copilot: was wofür?. Wenn dein Team in GitHub arbeitet, gehört Claude Code vs GitHub Copilot im Vergleich dazu. Und wenn du dich für Claude Code entscheidest, fang mit Claude Code: Anleitung für Einsteiger an. Wie ich mit Claude Code eine ganze Belegschaft betreibe, zeige ich in meiner Community.