Backlinks aufbauen heißt für eine kleine Website: dafür sorgen, dass andere Seiten aus eigenem Grund auf dich verweisen, weil du dort Mitglied bist, mit ihnen arbeitest oder etwas veröffentlicht hast, das ihren Lesern hilft. Die ehrlichen Wege sind Einträge bei Verbänden, Kammern und guten Branchenverzeichnissen, lokale Partner und Vereine, Kooperationen, Gastbeiträge mit echtem Inhalt, eigene Daten oder Werkzeuge, die andere zitieren, und Erwähnungen ohne Link, bei denen du freundlich nachfragst. Tabu ist alles, was Google in seinen Spam-Richtlinien als Link-Spam beschreibt: Links für Rankings kaufen oder verkaufen, Linktausch im Übermaß, automatisch erzeugte Links, Kommentare mit Keyword-Links. Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind. Links bleiben laut Google Teil der Kernsysteme, sind aber ein Signal von vielen; eine Garantie auf bessere Plätze gibt dir kein Link.
Für diesen Beitrag hat Sebastian, mein KI-Mitarbeiter für SEO, GEO und Blog, die aktuellen Google-Dokumente zu Links gelesen, Stand 6. November 2026. Alle Beiträge zum Thema sammelt SEO mit KI: Google und KI-Suche. Stehst du am Anfang, lies zuerst SEO für kleine Unternehmen: Grundlagen: Ohne gute Inhalte hilft auch der beste Link wenig.
Was Backlinks heute noch bringen
Ein Backlink ist ein Link auf einer fremden Website, der auf eine Seite von dir zeigt. Google nutzt ihn auf zwei Arten.
Zum Finden. Im SEO-Startleitfaden schreibt Google, dass die große Mehrheit der neuen Seiten, die Google jeden Tag findet, über Links gefunden wird. Für eine junge Website ist das der erste Nutzen: Sie kann schneller entdeckt werden.
Zum Einordnen. In der Übersicht der Ranking-Systeme nennt Google „Link analysis systems and PageRank“: Sie leiten aus der Verlinkung ab, worum eine Seite geht und was hilfreich sein könnte; PageRank sei weiter Teil der Kernsysteme. Im Startleitfaden steht aber auch: Google Search ist viel mehr als Links, PageRank nur eines von vielen Signalen.
Für dich heißt das: Ein Link von einer Seite, die zu deinem Thema passt und echte Leser hat, ist etwas wert, auch wegen der Besucher, die er schickt. Viele schwache Links ersetzen keinen fehlenden Inhalt. Die eigene Seite verlinkst du mit Interne Verlinkung: fehlende Links finden.
Was Google zu Backlinks sagt: Spam-Richtlinien und rel-Attribute
Die Regeln stehen in Googles Spam-Richtlinien (Seitenstand 28. August 2026). Link-Spam ist dort das Erstellen von Links zu oder von einer Website vor allem, um Rankings zu manipulieren. Die Beispiele, die für kleine Websites in der Praxis vorkommen:
Gekaufte Links für Werbung und Sponsoring sind laut Google normal und erlaubt, solange sie gekennzeichnet sind. Dafür gibt es drei Werte für das rel-Attribut:
Seit September 2019 behandelt Google alle drei als Hinweis, nicht mehr als harte Anweisung; fürs Crawlen gilt das seit dem 1. März 2020. Ich halte es auf dieser Website selbst so: Mit SE Ranking habe ich eine Kooperation, und meine Links dorthin tragen rel="sponsored" und einen Hinweis am Text.
Backlinks aufbauen: sieben ehrliche Wege für kleine Websites
Bei allen sieben hat der Link einen Grund, der auch ohne Google bestehen würde. Das ist dein bester Test.
1. Verbände, Kammern, Innungen, Netzwerke. Bist du Mitglied, frag nach dem Eintrag mit Link im Mitgliederverzeichnis. Solche Seiten passen thematisch, und wer dort sucht, sucht oft einen Anbieter.
2. Branchenverzeichnisse, aber wenige und gute. Links aus minderwertigen Verzeichnissen nennt Google ausdrücklich als Spam. Die Frage je Verzeichnis: Würde jemand aus deiner Zielgruppe dort suchen? Ein Fachportal deiner Branche ja, ein Katalog mit tausend Kategorien nein. Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich schreiben.
3. Lokale Einträge und Partner. Stadtportal, Wirtschaftsförderung, Gewerbeverein, der Sportverein, den du unterstützt. Bezahlst du für den Eintrag oder das Sponsoring, gehört laut Google rel="sponsored" an den Link; bitte den Verein darum. Der Nutzen liegt dann bei Besuchern und Bekanntheit. Was lokal sonst zählt, vom Unternehmensprofil bis zu den Prüfschritten, steht in Wie werde ich bei Google gefunden? Lokal-SEO.
4. Kooperationen mit echtem Anlass. Lieferanten, die ihre Partnerbetriebe zeigen, ein gemeinsames Projekt, eine Referenz beim Kunden. Partnerseiten nur zum gegenseitigen Verlinken beschreibt Google als Spam, ein gemeinsames Angebot nicht.
5. Gastbeiträge mit echtem Inhalt. Google hat 2017 klargestellt: Gastbeiträge sind in Ordnung, wenn sie das Publikum der anderen Seite informieren. Warnzeichen sind Keyword-Links im Text, dieselben Texte auf vielen Seiten und Autoren ohne Fachwissen. Schreib einen Beitrag, den die Redaktion auch ohne Link nehmen würde, mit deinem Namen als Linktext in der Autorenzeile.
6. Eigene Daten, Vorlagen, Werkzeuge. Eine kleine Kundenumfrage, ein Rechner, eine Checkliste, eine Messung mit Zahlen: So etwas zitieren andere, weil sie es selbst nicht haben. Es braucht dafür eine Seite, die den Inhalt sauber und mit Datum zeigt. Wie du solche Seiten in eine Themenstruktur einbaust, steht in Pillar Page und Content-Cluster aufbauen.
7. Erwähnungen ohne Link nachfassen. Such regelmäßig nach deinem Firmen- und deinem eigenen Namen. Steht er irgendwo ohne Link, frag kurz und freundlich, ob ein Link auf die passende Seite möglich ist, und biete nichts dafür an. Hast du Seiten umgebaut, prüf außerdem, ob alte Links von außen noch ankommen, und leite gelöschte Adressen auf die passende neue Seite weiter.
Ein Beispiel: Ein Malerbetrieb ist in der Innung, unterstützt den örtlichen Fußballverein, hält beim Handwerkertag der Stadt einen Vortrag und stellt die Folien danach als Seite online. Daraus können vier Links mit echtem Anlass werden; der vom Verein trägt wegen des Sponsorings rel="sponsored".
Was du lassen solltest
- Gekaufte Links ohne Kennzeichnung, auch als „Beitrag mit Link“ oder Rabatt gegen Link.
- Linknetzwerke und Seiten, die nur für Links existieren. Google nennt minderwertige Inhalte, die vor allem Linksignale manipulieren sollen, ausdrücklich als Link-Spam.
- Massen-Kommentare und Forensignaturen mit Keyword-Links.
- Linkpakete und Eintragsdienste in hunderte Verzeichnisse.
- Linktausch-Ringe und Footer-Links auf vielen fremden Seiten.
Bietet eine Agentur so etwas an, ist das ein Warnzeichen, das Google selbst nennt; wie du Anbieter prüfst, steht in SEO-Agentur oder selbst machen?. Für massenhaft erzeugte Seiten gilt Ähnliches: Programmatic SEO mit KI: wo die Grenze ist.
So prüfst du, wer auf dich verlinkt
Search Console, kostenlos. Der Bericht „Links“ zeigt die am häufigsten verlinkten Seiten, die Websites, die am meisten auf dich verlinken, und die häufigsten Linktexte. Laut Google ist er eine Stichprobe, Tabellen enden bei 1.000 Zeilen, und ob ein Link nofollow trägt, zeigt er nicht. Einrichten: Google Search Console einrichten. Bing bindest du so an: Bing Search Console: Einrichtung mit IndexNow.
Fremdindex, wenn du mehr brauchst. Für Wettbewerber und neue oder verlorene Links brauchst du ein Werkzeug mit eigenem Crawler. Offen vorweg: Mit SE Ranking habe ich eine Kooperation, und über meine Links zu SE Ranking* bekomme ich eine Provision.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link ein Abo abschließt oder Guthaben kaufst, bekomme ich eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. Mit SE Ranking habe ich eine Kooperation.
Wie unterschiedlich die Quellen sind, zeigt mein Test vom 17.10.2026 für kevinwelter.com: Bing kannte keinen einzigen eingehenden Link. SE Ranking fand 41 verweisende Domains mit 56 Links, rund 30 davon Kurz-URL- oder Spam-Seiten ohne redaktionellen Bezug. Live bestätigt hat Sebastian drei redaktionelle Links von fremden Websites, alle auf englische Beiträge, dazu Buchrezensionen auf einem Fachportal. Die Zahl der verweisenden Domains sagt allein also wenig; lies die Liste von Hand. Den ganzen Test beschreibt SE Ranking im Test: API, MCP und Messwerte, welche Werkzeuge was kosten, SEO-Audit-Tools im Vergleich.
Spam-Links, die du nicht gesetzt hast. Google kann laut eigener Hilfe meist selbst einschätzen, welchen Links es traut. Das Disavow-Tool ist nur für den Fall gedacht, dass viele künstliche Links auf dich zeigen und zu einer manuellen Maßnahme geführt haben oder wahrscheinlich führen werden. Falsch eingesetzt kann es schaden.
Wie Sebastian dabei arbeitet
Sebastian greift auf Search Console und Bing Webmaster Tools nur lesend zu, sobald der Zugriff freigegeben ist, jede Zahl kommt aus einem abgelegten Tool-Ergebnis, und live stellt er nichts selbst. Bei Backlinks heißt das: Liste ziehen, Funde an der Live-Seite prüfen, redaktionelle Links von Spam trennen, wie im Test oben. Welche Werkzeuge er nutzt, steht auf seiner Seite, und wie er aufgebaut ist, zeige ich in meiner Community Claude Practitioners. Wie aus solchen Abfragen ein fester Bericht wird, steht in SEO-Reporting mit KI: der Wochenbericht.
Häufige Fragen
Wie viele Backlinks braucht eine kleine Website?
Eine Zahl nennt Google nicht, jede feste Zahl wäre geraten. Wichtiger ist, ob die verlinkenden Seiten zu deinem Thema passen und echte Leser haben.
Darf ich Backlinks kaufen?
Für Rankings nicht, das ist laut Google Link-Spam. Werbung und Sponsoring mit Link sind erlaubt, wenn der Link rel="sponsored" oder rel="nofollow" trägt; du zahlst dann für Besucher, nicht für Ranking-Signale.
Sind nofollow-Links wertlos?
Nein. Sie bringen Besucher, und Google behandelt nofollow, sponsored und ugc seit 2019 als Hinweis. Als Ranking-Hebel plan sie trotzdem nicht ein.
Schaden mir Spam-Links, die ich nicht gesetzt habe?
Meist nicht. Google erkennt laut eigener Hilfe in den meisten Fällen selbst, welchen Links es traut; das Disavow-Tool ist für viele künstliche Links mit drohender oder bestehender manueller Maßnahme gedacht.
Zählen Erwähnungen ohne Link?
Als Link nicht. Für Leser und für KI-Suchen kann eine Erwähnung trotzdem nützen; einen belegten festen Effekt gibt es nicht. Frag bei passenden Erwähnungen nach einem Link. Wie du prüfst, ob KI-Suchen dich nennen, steht in KI-Sichtbarkeit messen: Berichte und Tools.
Wie du weitermachst
Schreib heute drei Listen: Verbände und Netzwerke, in denen du Mitglied bist; Partner, Lieferanten und Vereine, mit denen du wirklich zusammenarbeitest; Stellen, an denen dein Name schon ohne Link steht. Jede Zeile bekommt eine passende Seite von dir und eine kurze Anfrage. Im Links-Bericht der Search Console siehst du später, was angekommen ist.
Willst du sehen, wer auf dich und deine Wettbewerber verlinkt: Der Backlink-Checker von SE Ranking* lässt sich laut Anbieter in der 14-tägigen Testphase kostenlos nutzen (Stand: November 2026). Und wenn du die Prüfung lieber abgibst, schreib mir. Für die Inhalte, auf die andere verlinken sollen, gibt es SEO-Texte mit KI schreiben, ohne Einheitsbrei. Was Google zur Auswahl der Quellen in KI-Antworten sagt, steht in In AI Overviews erscheinen: was Google sagt.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link ein Abo abschließt oder Guthaben kaufst, bekomme ich eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. Mit SE Ranking habe ich eine Kooperation.