Wie viel Skool-Communities verdienen, lässt sich von außen nur schätzen. Öffentlich zeigt Skool keine Umsätze einzelner Communities, und Datendienste wie SkoolStats* rechnen deshalb Mitglieder mal Listenpreis. Nach dieser Schätzung liegt der Median der 1.044 kostenpflichtigen deutschsprachigen Communities bei 866 Dollar im Monat, und 12,4 Prozent kommen auf über 10.000 Dollar (Stand Oktober 2026). Drei von vier deutschsprachigen Communities verlangen allerdings gar nichts. Wichtiger als jede dieser Zahlen: Sie sind Obergrenzen. Sie unterstellen, dass jedes Mitglied jeden Monat den vollen Preis zahlt, und lassen kostenlose Altmitglieder, Probezeiten, Preisstufen, Skools Gebühren, die Growth-Boost-Provision und Kündigungen weg. Echte Zahlen siehst du im eigenen Dashboard, und einen Eindruck vom Markt mit Umsätzen, die Skool selbst ausweist, gibt das Skool-Game-Leaderboard in Skools Gruppe Skoolers.
Ich betreibe selbst eine bezahlte Skool-Community, Claude Practitioners, mit zwei Stufen für 9 und 45 Dollar im Monat. SkoolStats schätzt für sie 909 Dollar Monatsumsatz: 101 Mitglieder mal 9 Dollar. Das ist nicht mein Umsatz, denn die 45-Dollar-Stufe fehlt, und wer tatsächlich zahlt, kann das Tool nicht wissen. Meinen echten Umsatz nenne ich hier nicht. An meiner eigenen Community sehe ich aber genau, woher die Schätzung kommt und wo sie danebenliegt.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link ein Abo abschließt, bekomme ich eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. SkoolStats stellt mir das Tool im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung.
Skool-Communities Umsatz: was die Schätzung zeigt
Für diesen Beitrag hat Sebastian, mein KI-Mitarbeiter für SEO, alle 4.239 aktiven deutschsprachigen Communities ausgewertet, die SkoolStats im Oktober 2026 führte. 3.195 davon sind kostenlos (75,4 Prozent), 1.044 kostenpflichtig. Von den kostenpflichtigen rechnen 890 monatlich ab, 53 jährlich und 101 mit einem Einmalpreis. So verteilt sich die Schätzung „Est. MRR“ der kostenpflichtigen:
Profitable, ein anderer Datendienst, kommt weltweit auf einen Median von rund 1.200 Dollar für kostenpflichtige Communities (Stand 07.10.2026) und nennt seine Zahlen selbst „an upper bound“. Lies die Tabelle deshalb so: Die Hälfte der bezahlten deutschsprachigen Communities läge selbst dann bei höchstens 866 Dollar im Monat, wenn alle Mitglieder den angezeigten Preis voll zahlen würden.
So rechnet die Schätzung: Mitglieder mal Listenpreis
SkoolStats beschreibt die Spalte knapp: „derived from member count and price“. Nachgerechnet ist es exakt die öffentliche Mitgliederzahl mal einen Monatspreis, bei 1.040 von 1.044 kostenpflichtigen deutschsprachigen Communities. Die übrigen vier hatten einen Datenstand aus 2025. Für den Monatspreis teilt das Tool Jahrespreise durch zwölf, was einen echten Monatswert ergibt. Einmalpreise teilt es ebenfalls durch zwölf, als würde jedes Mitglied den Kaufpreis jeden Monat neu zahlen.
Die Mitgliederzahl ist dabei die Zahl, die Skool öffentlich anzeigt. Darin stecken auch inaktive Mitglieder, Mitglieder in der Probezeit und solche, die beigetreten sind, als die Community noch nichts kostete.
Wo die Schätzung danebenliegt: vier Beispiele
Vier Fälle aus den deutschsprachigen Daten zeigen, wie weit Schätzung und Wirklichkeit auseinanderliegen können. Ich beschreibe sie bewusst grob, damit sich keine einzelne Community wiedererkennen lässt:
- Platzhalterpreis. Eine Community mit einigen hundert Mitgliedern hat einen sechsstelligen Monatspreis eingetragen, buchen lässt sie sich laut ihrer Beschreibung nicht mehr. Geschätzt wird ein MRR im zweistelligen Millionenbereich. Allein diese eine Schätzung macht 81 Prozent der Summe aller Schätzungen der 1.044 kostenpflichtigen deutschsprachigen Communities aus.
- Einmalpreis durch zwölf. Eine Community mit weniger als 20 Mitgliedern verlangt einen sechsstelligen Einmalpreis. Daraus werden rund 140.000 Dollar „MRR“, als zahle jedes Mitglied jeden Monat ein Zwölftel erneut.
- Pause. Eine Community mit einigen hundert Mitgliedern hat ebenfalls einen sechsstelligen Einmalpreis eingetragen und kündigt in der Beschreibung an, man könne bald kostenlos dabei sein. Geschätzt werden weit über eine Million Dollar MRR.
- Umgezogen. Eine Community mit mehreren tausend Mitgliedern schreibt, sie sei auf eine andere Plattform umgezogen. Geschätzt wird trotzdem ein sechsstelliger MRR, als zahlten alle Mitglieder weiter.
Deshalb taugen Summen und Durchschnitte nicht. Die zehn höchsten Schätzungen machen 91 Prozent der Gesamtsumme aus. Wenn du mit solchen Daten arbeitest, schau auf den Median und auf einzelne Communities, deren Preismodell du kennst. Profitable kappt aus demselben Grund Preise bei 1.000 Dollar, „to exclude placeholder entries“.
Mein Beispiel: von 0 auf 648 Dollar über Nacht
Meine eigene Community zeigt einen fünften Fehler, den kein Platzhalter braucht. Sie war bis Mitte August kostenlos. SkoolStats führt für sie einen Verlauf mit einem Wert pro Tag:
Am Tag der Preiseinführung sprang die Schätzung von 0 auf 648 Dollar, weil das Tool alle 72 Mitglieder mit dem neuen Preis multipliziert. Tatsächlich zahlen alle, die vorher kostenlos beigetreten waren, bis heute nichts: Laut Skools Hilfezentrum behalten bestehende Mitglieder bei einer Preisänderung ihren bisherigen Preis, auch wenn der kostenlos war, und genau so läuft es bei mir. In der Schätzung zählen sie trotzdem mit 9 Dollar. Die Premium-Stufe für 45 Dollar fehlt, weil SkoolStats nur einen Preis je Community erfasst. Die Schätzung liegt bei mir also an zwei Stellen daneben, in entgegengesetzte Richtungen. Warum ich überhaupt von kostenlos auf bezahlt umgestellt habe, steht in Skool: kostenlose oder bezahlte Community?.
Die großen Communities sind kostenlos
Wer nach den größten Communities sucht, findet vor allem kostenlose. Von den 145 deutschsprachigen Communities mit mindestens 1.000 Mitgliedern sind 132 kostenlos. Im Median haben kostenlose Communities 42 Mitglieder, kostenpflichtige 23.
Innerhalb der bezahlten Communities hängt die Größe kaum vom Preis ab:
Das ist eine Korrelation, keine Ursache. Eine mögliche Erklärung: Große Communities sind oft ein kostenloser Einstieg, verkauft wird woanders. Ein niedriger Preis geht in diesen Daten nicht mit mehr Mitgliedern einher. Wie du einen Preis für dein Thema findest, steht in Preis für deine Skool-Community festlegen.
Was zwischen Listenpreis und Auszahlung liegt
Selbst wenn du die Mitgliederzahl und den Preis einer Community kennst, liegen zwischen Listenpreis und Auszahlung mehrere Posten:
Ein gebautes Beispiel für ein einzelnes Mitglied mit 9 Dollar im Monat im Pro-Plan: Die Gebühr von 2,9 Prozent plus 30 Cent macht rund 0,56 Dollar, Skools eigenes Beispiel nennt gerundet 8,40 Dollar Auszahlung. Kam das Mitglied über Growth Boost mit 30 Prozent, gehen weitere 2,70 Dollar ab, es bleiben rund 5,74 Dollar. Bei 70 Prozent sind es rund 2,14 Dollar. Die Schätzung rechnet in allen drei Fällen mit 9 Dollar. Die Gebühren im Detail stehen in Skool Kosten: Hobby oder Pro und die Gebühren, die Stufen in Skool Growth Boost: bis 70 Prozent bieten.
Echte Zahlen: Dashboard und Skool-Game-Leaderboard
Deinen tatsächlichen Monatsumsatz zeigt dir Skools eigenes Dashboard. Laut Skool ist dort der MRR ohne Mitglieder in der Probezeit gerechnet, Kündigungen und Retention stehen getrennt. Wie du das liest, steht in Skool Analytics: Posts und Mitglieder lesen.
Für den Markt gibt es eine zweite Quelle mit Zahlen von Skool selbst. In Skools eigener Gruppe Skoolers zeigt das Skool-Game-Leaderboard laut Skool „realtime leaderboards showing earnings by category“, also Ranglisten in Echtzeit mit Umsätzen nach Kategorien. Seit dem 14.07.2026 läuft dieses neue Skool Game, sehen kann die Ranglisten nur, wer Mitglied von Skoolers ist. Der Beitritt zu Skoolers ist laut About-Seite kostenlos. Für die früheren Skool Games galten laut Hilfezentrum klare Regeln: gewertet wurde das Wachstum des MRR, Einmalverkäufe zählten nicht, und ein Abo zählte höchstens mit 100 Dollar im Monat oder 1.200 Dollar im Jahr. Ob das für die neuen Ranglisten genauso gilt, sagt Skool nicht. Zahlen aus dem Leaderboard nenne ich hier bewusst nicht. Wie das Skool Game sonst funktioniert, steht in Skool Level und Gamification richtig nutzen.
Wofür die Schätzung trotzdem taugt
Die Schätzung ist kein Umsatz, aber sie gibt einen Eindruck vom Markt. Mir geht es bei solchen Daten um drei Fragen: Was verlangen Communities in meinem Thema? Wer wächst gerade? Und wie groß sind die Communities, die für eine Kooperation infrage kommen? Dafür brauchst du Mitglieder, Preise und Verläufe, nicht den Est. MRR. Offen gesagt: SkoolStats stellt mir das Tool im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung. Was es kann und kostet, steht in SkoolStats im Test: Communities vergleichen. Einen Datenvergleich der deutschsprachigen KI-Communities findest du in KI-Communities auf Skool im Vergleich. Wenn du selbst filtern willst: SkoolStats*, monatlich kündbar, ohne Testphase.
Häufige Fragen
Wie viel verdient eine durchschnittliche Skool-Community?
Von außen lässt sich das nur schätzen, weil Skool Umsätze nicht öffentlich zeigt. Schätzungen aus Mitgliedern mal Preis ergeben für bezahlte deutschsprachige Communities einen Median von 866 Dollar im Monat, Stand Oktober 2026. Das ist eine Obergrenze. Den Durchschnitt solltest du nicht verwenden, weil einzelne Platzhalterpreise ihn um ein Vielfaches verzerren.
Kann man mit Skool Geld verdienen?
Ja, aber Schätzungen zeigen dir nur die Obergrenze. Drei von vier deutschsprachigen Communities verlangen gar nichts, und die Hälfte der bezahlten läge selbst dann bei höchstens 866 Dollar im Monat, wenn alle Mitglieder den angezeigten Preis zahlen würden. Wie das Geld bei Skool fließt und welche Gebühren abgehen, steht in Skool: kostenlose oder bezahlte Community?.
Was ist der MRR bei Skool?
MRR heißt Monthly Recurring Revenue, also der wiederkehrende Monatsumsatz. In Skools Dashboard ist das laut Hilfezentrum der aktuelle Monatsumsatz ohne Mitglieder in der Probezeit. Tools wie SkoolStats zeigen dagegen einen geschätzten MRR aus öffentlicher Mitgliederzahl mal Listenpreis. Beide Zahlen heißen gleich, meinen aber nicht dasselbe.
Wo sehe ich echte Umsätze anderer Skool-Communities?
Im Skool-Game-Leaderboard in Skools Gruppe Skoolers. Laut Skool zeigt es Ranglisten in Echtzeit mit Umsätzen nach Kategorien, sichtbar nur für Mitglieder dieser Gruppe. Alle anderen Quellen, auch SkoolStats und Profitable, schätzen von außen. Einzelne Betreiber nennen ihre Zahlen manchmal selbst; das sind dann eigene Angaben, die du nicht prüfen kannst.
Warum ist der Est. MRR in SkoolStats so hoch?
Weil die Formel jedes Mitglied mit dem vollen Listenpreis zählt, auch kostenlose Altmitglieder und Mitglieder in der Probezeit. Einmalpreise teilt sie durch zwölf und behandelt sie wie Monatsbeiträge, Platzhalterpreise übernimmt sie ungeprüft. Gebühren, Growth-Boost-Provision und Kündigungen zieht sie nicht ab. Für einzelne Communities ist der Wert deshalb eine Obergrenze.
Wie du weitermachst
Rechne für deine eigene Community einmal ehrlich: zahlende Mitglieder je Stufe mal Preis, minus Gebühren deines Plans, minus Growth-Boost-Anteil für die Mitglieder, die Skool gebracht hat. Vergleiche das Ergebnis mit dem MRR in deinem Dashboard und mit dem, was ein Schätzwerkzeug für dich anzeigen würde. Der Abstand zeigt dir, wie du fremde Schätzungen lesen solltest. Wie ich meine Community mit KI-Mitarbeitern betreibe, zeige ich in Claude Practitioners.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link ein Abo abschließt, bekomme ich eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. SkoolStats stellt mir das Tool im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung.