6. November 2026 · 13 Min. Lesezeit

Brevo Preise, Erfahrungen und Alternativen

Grafische Titelkarte zum Beitrag „Brevo Preise, Erfahrungen und Alternativen“ mit einem stilisierten Motiv: geordnetes Postfach.
Grafik: HumanITy

Die Brevo Preise sehen im November 2026 so aus: Der Free-Tarif kostet nichts und erlaubt bis zu 300 E-Mails am Tag. Starter beginnt bei 7 Euro im Monat für 5.000 E-Mails, Standard bei 15 Euro mit Automatisierung und ohne Brevo-Logo, Professional bei 499 Euro, Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Wer jährlich zahlt, spart 10 Prozent. Abgerechnet wird nach E-Mails im Monat, und jede Stufe hat eine Obergrenze für Kontakte: Im Einstieg von Starter und Standard sind es 500. Für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Brevo GmbH in Berlin Vertragspartner, der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Teil der Nutzungsbedingungen, gehostet wird in Frankreich, Deutschland und Belgien. Brevo passt, wenn du schnell und ohne eigenen Server starten willst; sind dir die Kontaktgrenzen zu eng oder willst du die Daten ganz bei dir haben, lohnt eine Alternative.

Bei mir laufen beide Wege nebeneinander. Meinen Newsletter „Aus dem Maschinenraum“ verschicke ich mit der Open-Source-Software Listmonk, die ich selbst auf meinen Servern bei Hetzner betreibe; die Mails gehen über die Mailserver von ALL-INKL. Brevo nutze ich zusätzlich für einzelne E-Mail-Serien zu Webinaren, für Wartelisten und für weitere Verteiler. So steht es in meiner Datenschutzerklärung. Wie der Newsletter in meinen Marketing-Funnel eingebaut ist, zeige ich in Marketing-Funnel: Stufen am echten Beispiel.

Brevo Preise im Überblick (Stand: November 2026)

Die Zahlen stammen aus Brevos eigener Preisseite und dem Preiskatalog, den Brevo dort verlinkt, abgerufen am 6. November 2026. Einen Hinweis auf die Umsatzsteuer gibt der Katalog nicht; ob sie dazukommt, siehst du im Bestellschritt.

Tarif Monatlich Jährlich (gesamt) E-Mails Kontakte Was du wissen solltest
Free 0 € 0 € bis 300 am Tag laut Preiskatalog 100.000 1 Nutzer, nur E-Mail und SMS, Einschränkungen bei Automatisierung
Starter 7 € 76 € ab 5.000 im Monat 500 bei 5.000 E-Mails 1 Nutzer, Brevo-Logo entfernen kostet 9 € im Monat extra (8,10 € bei jährlicher Zahlung)
Standard 15 € 162 € ab 5.000 im Monat 500 bei 5.000 E-Mails Marketing-Automatisierung, A/B-Tests, 1 Landingpage, ohne Brevo-Logo
Professional 499 € 5.389 € ab 150.000 im Monat bis 2.000.000 10 Nutzer, WhatsApp, Push, Telefonsupport
Enterprise auf Anfrage auf Anfrage individuell individuell ab 1 Million Kontakten gedacht

Die Grenze von 300 E-Mails am Tag im Free-Tarif gilt laut Preisseite für Kampagnen und Transaktionsmails zusammen. Dazu zählen also auch die Bestätigungsmails für das Double-Opt-in. Ein Konto anlegen kannst du ohne Kreditkarte bei Brevo*; versenden kannst du erst, wenn Brevo das Konto dafür freigegeben hat.

* Affiliate-Link: Wenn du dich über diesen Link bei Brevo registrierst oder einen Tarif buchst, bekomme ich eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht.

Brevo Kosten bei mehr E-Mails: so rechnet der Tarif

Der Grundpreis von Starter und Standard enthält 5.000 E-Mails im Monat. Brauchst du mehr, kaufst du eine größere Stufe dazu, und mit der Stufe wächst auch die Zahl der Kontakte, die du speichern darfst.

E-Mails im Monat Aufpreis Starter Aufpreis Standard Kontakte erlaubt
bis 5.000 0 € 0 € 500
bis 10.000 7 € 14 € 1.500
bis 15.000 14 € 26 € 2.500
bis 20.000 21 € 40 € 500.000

Ein Beispiel: Du hast 1.200 Kontakte und schickst jede Woche eine Ausgabe, das sind gut 5.200 E-Mails im Monat. Schon wegen der Kontakte brauchst du die Stufe bis 10.000. Nach dem Katalog zahlst du im Starter 7 Euro Grundpreis plus 7 Euro für die Stufe, also 14 Euro im Monat, mit entferntem Logo 23 Euro. Im Standard sind es 15 plus 14, also 29 Euro, dafür mit Automatisierung und ohne Logo. Den genauen Betrag für deine Zahlen zeigt dir der Rechner auf der Preisseite.

Im Free-Tarif bräuchte dieselbe Ausgabe vier Tage, weil am Tag nur 300 E-Mails rausgehen. Für eine kleine, wachsende Liste reicht er trotzdem. Daneben verkauft Brevo E-Mail-Guthaben ohne Monatsabo; laut Preisseite verfallen die Guthaben nicht, ein Telefonsupport ist dabei nicht enthalten.

Brevo Erfahrungen: die Grenzen, die im Alltag zählen

Fünf Grenzen, die im Alltag zählen, alle aus Brevos eigenen Unterlagen:

  • Kontakte statt nur E-Mails. Im Einstieg von Starter und Standard sind 500 Kontakte erlaubt. Wer eine bestehende Liste mitbringt, landet schnell eine Stufe höher, auch wenn er selten schreibt.
  • Automatisierung erst ab Standard. Mehrstufige Abläufe, etwa eine Willkommensserie über mehrere Tage, führt Brevo als Funktion des Standard-Tarifs. Für Free nennen die Nutzungsbedingungen ausdrücklich „Einschränkungen im Bereich Marketing Automation“.
  • Das Logo. Im Starter steht „Gesendet mit Brevo“ im Fuß der Mail, solange du die 9 Euro im Monat (8,10 Euro bei jährlicher Zahlung) für die Entfernung nicht dazubuchst. Im Free-Tarif führt der Katalog diese Option gar nicht.
  • Ein Nutzer. Free und Starter sind auf einen Zugang beschränkt, im Standard sind bis zu drei möglich; der zweite und dritte kosten je 9 Euro im Monat.
  • Free ohne Zusage. Für das kostenlose Paket behält sich Brevo laut Nutzungsbedingungen vor, die Dienste jederzeit und ohne Ankündigung ganz oder teilweise einzustellen. Der Export deiner Daten muss dabei möglich bleiben.

Für Brevo spricht laut Preisseite: Editor mit Vorlagen, Anmeldeformulare, Transaktionsmails über API und SMTP in allen Tarifen und ab Starter ein MCP-Zugang, über den du Kampagnen und Kontakte aus Claude oder ChatGPT verwaltest. Was ein MCP-Server ist, erkläre ich in Claude MCP Server einrichten. Wie schnell eine Anbindung an Brevo stehen kann, zeigt ein Fall aus meiner Community: Ein Mitglied hatte am 20.08.2026 in unter 50 Minuten eine Newsletter-Mitarbeiterin mit Anbindung an Brevo; den Weg dahin beschreibe ich in Eigene KI erstellen ohne Programmieren.

Brevo und DSGVO: Serverstandort und Auftragsverarbeitung

Das ist keine Rechtsberatung, sondern das, was in Brevos Nutzungsbedingungen steht, Stand November 2026.

  • Vertragspartner. Für Nutzer mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist es die Brevo GmbH, Köpenicker Straße 126, 10179 Berlin. Sonst ist es die Brevo SAS in Paris, für Nordamerika die Brevo Inc.
  • Auftragsverarbeitung. Die Datenschutzvereinbarung ist Anhang 3 der Nutzungsbedingungen und laut Text „Bestandteil der allgemeinen Nutzungsbedingungen“. Brevo handelt darin als Auftragsverarbeiter, du als Verantwortlicher. Du musst sie also nicht getrennt anfordern.
  • Server. Als Hosting-Dienstleister nennt die Liste der Unterauftragsverarbeiter OVH mit Servern in Frankreich und Deutschland und Google Cloud mit Servern in Belgien.
  • Dienstleister mit US-Bezug. Für das Content Delivery Network (Cloudflare), das Ticketsystem des Supports (Zendesk) und Dashboards (Omni Analytics) steht als Standort „EU/USA“, abgesichert über das EU-US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln. Für einzelne Zusatzdienste kommen weitere dazu, darunter KI-Anbieter wie OpenAI, Google und Anthropic, laut Liste nur, wenn du den jeweiligen Dienst nutzt.

Für deine eigene Datenschutzerklärung heißt das: Brevo als Auftragsverarbeiter nennen, den Speicherort angeben und erklären, dass Brevo Öffnungen und Klicks über ein kleines Bild und personalisierte Links misst, wenn du das auswertest. Wie ich das formuliert habe, kannst du in meiner Datenschutzerklärung unter Punkt 7 nachlesen. Was du dir bei Kundendaten und KI allgemein fragen solltest, steht in KI und Datenschutz: was die KI sehen darf.

Brevo Alternative: wann sich ein anderer Weg lohnt

Ob Brevo passt, entscheidet weniger der Preis als die Frage, wer was betreiben will. Drei Wege im Vergleich:

Weg Was du bekommst Was bei dir bleibt
Brevo Free oder Starter Start in Minuten, Editor, Formulare, Versand über Brevos Server Kontaktgrenzen, Logo bis zur Zubuchung, Automatisierung erst im Standard
Andere Newsletter-Software als Dienst ähnliches Paket, andere Grenzen und Preise Preise und Grenzen selbst an der jeweiligen Preisseite vergleichen
Listmonk selbst betrieben Open Source unter der Lizenz AGPL-3.0, eine einzelne Programmdatei mit PostgreSQL-Datenbank, Listen mit Single- und Double-Opt-in, eigene Auswertung Server, Updates, Backups und ein eigener SMTP-Server für den Versand

Listmonk kostet keine Lizenz, aber Arbeit. Du brauchst einen Server, einen Mailserver, über den die Mails rausgehen, und jemanden, der Updates und Sicherung im Blick behält. Ich betreibe meine eigenen Dienste, darunter diese Website, auf einem k3s-Cluster bei Hetzner Cloud; wie der aufgebaut ist, steht in Kubernetes auf Hetzner: k3s in Produktion. Für einen Newsletter reicht ein abgesicherter Server; was dazu gehört, steht in Eigenen Server absichern: Linux und Windows.

Faustregel für die Wahl, als Vereinfachung gemeint: Du willst nächste Woche die erste Ausgabe verschicken und hast niemanden für Technik? Dann Brevo. Du hast schon Server, die du sowieso pflegst, und willst Kontakte und Auswertung komplett bei dir haben? Dann lohnt der Blick auf Listmonk. Weitere Dienste vergleiche ich bei den Alternativen zu Mailchimp. Welche Werkzeuge kostenlos starten, steht im Vergleich der kostenlosen Newsletter-Tools.

Wo ein KI-Mitarbeiter beim Newsletter hilft

Das Werkzeug verschickt, schreiben musst du selbst. Dafür gibt es KI-Mitarbeiter wie Conny; was sie tut und wo sie aufhört, steht auf KI für Instagram-Reels: so arbeitet Conny.

Ab Starter kommt der Entwurf über den MCP-Zugang direkt als Kampagne ins Brevo-Konto, bei Listmonk über dessen Programmierschnittstelle. In beiden Fällen gilt dieselbe Regel: Der KI-Mitarbeiter legt an, du klickst auf Senden.

Häufige Fragen

Ist Brevo kostenlos?

Ja, im Free-Tarif, ohne Kreditkarte. Du kannst bis zu 300 E-Mails am Tag versenden, Kampagnen und Transaktionsmails zusammen, mit einem Nutzer und Einschränkungen bei der Automatisierung. Stand: November 2026.

Was kostet Brevo im Monat?

Starter ab 7 Euro, Standard ab 15 Euro, Professional ab 499 Euro, jeweils im Monat und für die kleinste E-Mail-Stufe. Jährlich bezahlt sind es 10 Prozent weniger. Mehr E-Mails und mehr Kontakte kosten je Stufe einen Aufpreis. Stand: November 2026.

Wie viele Kontakte darf ich bei Brevo speichern?

Im Einstieg von Starter und Standard 500, bei 10.000 E-Mails im Monat 1.500, bei 15.000 dann 2.500 und ab 20.000 E-Mails 500.000. Für Free nennt der Preiskatalog 100.000. Stand: November 2026.

Ist Brevo DSGVO-konform?

Brevo bietet, was du dafür brauchst: Die Datenschutzvereinbarung ist Teil der Nutzungsbedingungen, Vertragspartner in Deutschland ist die Brevo GmbH in Berlin, gehostet wird in Frankreich, Deutschland und Belgien. Ob dein Einsatz insgesamt passt, hängt an deiner Einwilligung, deinem Double-Opt-in und deiner Datenschutzerklärung.

Was ist eine gute Brevo Alternative?

Kommt darauf an, was dich stört. Für einen Dienst mit anderen Grenzen vergleichst du die Preisseiten der Anbieter. Willst du die Daten selbst halten und hast ohnehin einen Server, ist Listmonk eine Option: Open Source, selbst betrieben, mit eigenem Mailserver für den Versand.

Wie du weitermachst

Rechne zuerst deine Zahlen durch: Kontakte heute und in einem Jahr, Ausgaben im Monat. Daraus ergibt sich die Stufe, dann der Tarif. Wenn du sehen willst, wie ein Newsletter aussieht, der aus dem Betrieb mit KI-Mitarbeitern entsteht, lies die Beispielausgabe oder trag dich für meinen Newsletter „Aus dem Maschinenraum“ ein: jeden Dienstag ein echter Vorgang aus meinem Büro, die Regel, mit der ich den zuständigen KI-Mitarbeiter führe, und eine Vorlage zum Übernehmen. Wie du die erste Ausgabe aufbaust, steht in Newsletter kostenlos erstellen: Anleitung. Wie die Anmeldung sauber bestätigt wird, zeigt Double-Opt-in: Ablauf, Pflicht und Nachweis.

Kevin Welter

Kevin Welter

Entwickler, IT-Architekt, Fachbuchautor (Kubernetes, Cloud-Infrastrukturen) und Speaker. Betreibt sein Business mit einer KI-Belegschaft aus fünfzehn KI-Mitarbeitern und zeigt Selbstständigen in seiner Community, wie sie ihren ersten KI-Mitarbeiter einstellen.

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