Ein Quiz-Funnel ist eine kurze Strecke aus Fragen, einer Auswertung und einer Ergebnisseite, an deren Ende genau ein nächster Schritt steht: eine Eintragung, ein Termin oder ein Kauf. Statt einer PDF gegen eine E-Mail-Adresse bekommt dein Besucher eine Antwort auf seine eigene Lage. Bauen kannst du ihn mit Formular-Werkzeugen wie Typeform oder Tally, mit Quiz-Spezialisten wie ScoreApp oder als eigene Seite auf deiner Website, zum Beispiel mit Claude Code. Vier Bausteine entscheiden: Fragen, die auf eine Auswertung hinführen, eine nachvollziehbare Auswertung, eine Ergebnisseite mit einem einzigen nächsten Schritt und eine Einwilligung, an der das Ergebnis nicht hängt.
Mein Beispiel ist der Engpass-Check auf kevinwelter.com, live auf Deutsch und auf Englisch. Die Website, auf der er läuft, baut und betreut Ralf, mein KI-Mitarbeiter für Websites (Website mit KI erstellen und modernisieren). Wo der Quiz-Funnel im Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf sitzt, steht in Marketing-Funnel: Stufen am echten Beispiel. Alle Beiträge zum Thema sammelt die Übersicht Leads gewinnen.
Quiz-Funnel: was er ist und wann er besser zieht als ein PDF
Ein PDF verspricht Wissen, ein Quiz verspricht eine Einordnung. Das ist der ganze Unterschied, und er entscheidet, was besser passt. Die Tabelle ist eine Faustregel aus dem Aufbau beider Formate, keine Messung.
Dazu siehst du, welche Ergebnisse häufig herauskommen: Stoff für deine nächsten Beiträge, Mails und Angebote.
Aufbau eines Quiz-Funnels in fünf Bausteinen
1. Das Versprechen. Die Startseite sagt in einem Satz, welche Frage das Quiz beantwortet, wie lange es dauert und was der Besucher danach weiß. Beim Engpass-Check steht dort: „Welcher Ablauf in deinem Büro hängt am stärksten an dir?“ und darunter „10 Fragen, rund 5 Minuten.“
2. Die Fragen. Drei Sorten reichen fast immer:
- Einordnungsfragen, die den weiteren Weg bestimmen, zum Beispiel die Teamgröße.
- Schätzfragen mit festen Spannen statt freier Zahlen, damit niemand ins Grübeln kommt.
- Bauchfragen („Was bleibt zuerst liegen?“), die ein Unentschieden bei den Zahlen auflösen.
Jede Frage braucht eine Rolle in der Auswertung; Fragen, die nur Daten sammeln, fliegen raus.
3. Die Auswertung. Üblich sind Ergebnistypen (der stärkste Typ gewinnt), Punktwerte (die Summe ergibt eine Stufe) und Rechnungen (aus Angaben wird eine Zahl, etwa Stunden pro Woche). Schreib die Regeln vorher als Tabelle auf.
4. Die Ergebnisseite. Sie nennt das Ergebnis mit Namen, erklärt es in zwei, drei Sätzen, zeigt, was es kostet oder bringt, und hat einen nächsten Schritt. Wie du so eine Seite aufbaust, steht in Landingpage erstellen: Anleitung und Tools.
5. Die Eintragung. Wer mehr will, gibt seine Adresse, und der Text daneben sagt, was danach kommt: Bestätigungsmail, Newsletter, Abmeldung.
Der Engpass-Check als Beispiel: so sieht er live aus
So ist der Check aufgebaut (Stand: 6. November 2026):
Die Ergebnisseite nennt den Engpass, zum Beispiel „Angebote und Nachfassen“, erklärt ihn kurz und beschreibt, welcher KI-Mitarbeiter ihn übernehmen könnte. Darunter stehen die Stunden pro Woche für diesen Bereich und für alle sechs Bereiche zusammen. Ein freiwilliges Feld rechnet das mit deinem Stundenwert in Euro um, dazu kommt ein Platz 2.
Zwei Dinge fallen auf. Die Verzweigung: Wer bei Frage 1 mehr als nur sich selbst angibt, bekommt zusätzlich einen 20-Minuten-Termin angeboten. Die Reihenfolge: Das Ergebnis steht auf der Seite, bevor irgendwo eine Adresse verlangt wird.
Technisch steht in meiner Datenschutzerklärung (7.9): „Dein Ergebnis berechnet dein Browser, dafür schicken wir deine Antworten nicht an unseren Server.“ Die Website-Statistik zählt ohne Personenbezug, dass der Check begonnen und abgeschlossen wurde und welcher Ergebnistyp herauskam, nie die einzelnen Antworten. Erst wer die Auswertung anfordert, schickt Adresse und Antworten ab und bekommt einen Bestätigungslink, der sieben Tage gilt.
Übertragbar auf jeden Quiz-Funnel: Ergebnis vor Adresse, Spannen statt freier Zahlen, ein Ast je Zielgruppe, und optionale Felder bleiben optional.
Werkzeuge für deinen Quiz-Funnel im Vergleich
Preise laut den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 6. November 2026 aus Deutschland (Stand: November 2026). Sie ändern sich, prüf sie vor dem Kauf.
Bei ScoreApp können laut Preisseite Steuern dazukommen. Für einen ersten Versuch reicht oft der kostenlose Tally-Plan, für viele Ergebnisseiten ohne eigene Technik ist ein Quiz-Spezialist bequemer. Selbst bauen lohnt, wenn das Quiz Teil deiner Website sein soll und die Antworten bei keinem weiteren Anbieter liegen sollen.
Quiz-Funnel selbst bauen mit Claude Code
Mit Claude Code baust du das Quiz als Seite in deiner bestehenden Website. Der Weg in vier Schritten:
- Fragen und Regeln als Datei. Fragen, Antworten und welche Antwort für welches Ergebnis zählt, als Tabelle oder JSON. Daran prüfst du später alles.
- Seite bauen lassen. Ein Beispiel für den Auftrag: „Bau aus quiz.json eine Seite unter /check: eine Frage pro Ansicht, Zurück-Knopf, Ergebnis im Browser berechnet, keine Antworten an den Server. Ergebnisseite mit Name, Erklärung, Stunden und einem Knopf. Prüf Desktop und Handy.“
- Eintragung anschließen. Das Formular unter dem Ergebnis geht an dein Newsletter-Werkzeug, mit Bestätigungsmail.
- Testen. Jeden Ergebnistyp, jeden Gleichstand und leere optionale Felder einmal durchklicken.
Wie du mit Claude Code anfängst, steht in Claude Code: Anleitung für Einsteiger. Wo das schnelle Bauen per Prompt an Grenzen stößt, steht in Vibe Coding: was es ist und für wen es taugt.
Bei mir baut Ralf die Website, auf der der Engpass-Check läuft. Laut seiner Seite integriert er neue Landingpages und Funktionen in das bestehende System, prüft Build, Screenshots, Mobilansicht und Klickwege, und den Livegang bereitet er vor, die Freigabe bleibt beim Menschen. Ralf liegt als fertige Vorlage in der Premium-Stufe meiner Community für 149 US-Dollar im Monat; in der Standard-Stufe für 27 US-Dollar baust du ihn selbst nach (Stand: 18.10.2026, laut seiner Seite).
Datenschutz: Einwilligung und Kopplung
Das ist keine Rechtsberatung, sondern die Betreiber-Perspektive. Drei Regeln für die Praxis, mit den Normen dahinter:
- Das Ergebnis hängt nicht an der Adresse. Art. 7 Abs. 4 DSGVO verlangt bei der Frage, ob eine Einwilligung freiwillig ist, zu berücksichtigen, ob eine Leistung von einer Einwilligung in eine Verarbeitung abhängig gemacht wird, die für die Leistung nicht nötig ist. Zeigt dein Quiz das Ergebnis ohne Eintragung, hängt das Ergebnis an keiner Einwilligung. Die ausführliche Auswertung per Mail gibt es beim Engpass-Check dagegen nur zusammen mit dem Newsletter (Datenschutzerklärung 7.9), und genau diese Verbindung ist der Punkt, den Art. 7 Abs. 4 anspricht.
- Werbung per Mail nur mit ausdrücklicher Einwilligung. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG nennt Werbung per elektronischer Post ohne „vorherige ausdrückliche Einwilligung“ eine unzumutbare Belästigung. Schreib deshalb direkt über den Knopf, dass mit der Auswertung der Newsletter kommt, und hol die Bestätigung per Mail ein. Beim Engpass-Check steht dort: „Mit dem Absenden bekommst du die ausführliche Auswertung und meinen Newsletter“, dazu Bestätigungslink und Abmeldung mit einem Klick.
- Nur speichern, was du brauchst. Brauchst du eine Antwort nach der Auswertung nicht mehr, speicherst du sie nicht. Verarbeitet ein fremdes Werkzeug die Antworten in deinem Auftrag, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag mit dem Anbieter.
Wie du die Strecke in deinem Werkzeug sauber aufbaust, schauen wir uns gemeinsam an. Wie die Bestätigungsmail im Detail abläuft, steht in Double-Opt-in: Ablauf, Pflicht und Nachweis.
Woran du siehst, ob dein Quiz-Funnel funktioniert
Vier Zahlen, jede zeigt eine andere Stelle:
Wie du Änderungen sauber gegeneinander testest, steht in Conversion-Optimierung: Schritte und A/B-Test.
Häufige Fragen
Was ist ein Quiz-Funnel?
Eine Strecke aus wenigen Fragen, einer Auswertung und einer Ergebnisseite mit einem nächsten Schritt. Der Besucher bekommt eine Einordnung seiner Lage, du bekommst auf Wunsch eine Eintragung mit dem Wissen, wo er steht.
Wie viele Fragen sollte ein Quiz haben?
So viele, wie die Auswertung braucht. Der Engpass-Check hat zehn Fragen und nennt rund fünf Minuten. Jede Frage ohne Rolle in der Auswertung streichst du.
Darf ich das Ergebnis erst nach der E-Mail-Eingabe zeigen?
Art. 7 Abs. 4 DSGVO stellt die Frage, ob eine Leistung von einer nicht nötigen Einwilligung abhängig gemacht wird. Der vorsichtige Weg: Ergebnis ohne Adresse, mehr mit Eintragung, und das klar über dem Knopf.
Wie du weitermachst
Mach den Engpass-Check einmal selbst und achte darauf, an welcher Stelle du deine Adresse eingeben würdest. Danach schreib die drei bis fünf Ergebnisse deines eigenen Quiz auf, bevor du die erste Frage formulierst. Ralf und die anderen fertigen KI-Mitarbeiter gibt es zum Laden in meiner Community Claude Practitioners. Welche anderen Formate es für die Eintragung gibt, steht in Lead-Magnet erstellen: acht echte Beispiele. Ideen für das Freebie hinter der Auswertung findest du in Was ist ein Freebie? Ideen finden und testen. Was nach dem Absenden auf der Seite stehen sollte, steht in Thank You Page: Danke-Seite mit Beispielen. Wie es nach der Eintragung per Mail weitergeht, steht in Lead Nurturing: was nach der Eintragung kommt.