Blog · 12. September 2026 · 17 Min. Lesezeit

Skool-Community erstellen: die Einrichtung

Grafische Titelkarte zum Beitrag „Skool-Community erstellen: die Einrichtung“ mit einem stilisierten Motiv: Bauplan mit zehn nummerierten Kacheln, die ersten drei farbig markiert, darunter ein Fortschrittsbalken.
Grafik: HumanITy

Eine Skool-Community erstellst du in zehn Schritten: Testphase starten, Name und Adresse festlegen, die About-Seite ausfüllen, den Preis und die Auszahlung einrichten, Mitgliederfragen stellen, Kategorien für den Feed anlegen, im Classroom einen ersten Kurs bauen, im Kalender einen ersten Termin setzen, die passenden Plugins einschalten und schließlich einen ersten Beitrag schreiben und Mitglieder einladen. Skool gibt Betreibern dafür 14 Tage kostenlos, danach läuft der Plan Hobby (9 $ im Monat) oder Pro (99 $ im Monat) als Abo weiter, Stand September 2026. Die meiste Sorgfalt verdient die About-Seite, weil Skool sie für die Aufnahme ins eigene Verzeichnis voraussetzt.

Ich betreibe meine eigene Community Claude Practitioners auf Skool. Angelegt habe ich sie am 28.04.2026, damals kostenlos; seit Mitte August kostet sie Geld. Stand September 2026 stehen dort 20 Kurse mit 282 Lektionen. Die Einrichtung ist bei mir der Anfang einer Arbeitsteilung: Meine KI-Mitarbeiter bereiten vor, ich entscheide. Wie das über den ganzen Community-Betrieb aussieht, steht in Community Management mit KI-Mitarbeitern. Wenn du Skool noch gar nicht kennst, lies vorher Skool: was ist das und wie funktioniert es?

Bevor du anfängst: Plan, Testphase und Geschäftsart

Wer eine Skool-Community gründen will, klärt drei Dinge, bevor die 14 Tage laufen.

Hobby oder Pro. Beide Pläne enthalten laut Preisseite unbegrenzt viele Mitglieder, Kurse, Videos und Live-Calls. Der Unterschied liegt in der Transaktionsgebühr (Hobby 10 % plus 30 Cent je Zahlung, Pro 2,9 % plus 30 Cent) und in den Funktionen: eigene URL, Mitglieder-Affiliates, AutoDM, Onboarding-Video und Zapier gibt es nur in Pro. Die ganze Rechnung mit Beispielen steht in Skool Kosten: Hobby oder Pro und die Gebühren.

Kostenlos oder bezahlt. Das entscheidest du nicht beim Plan, sondern beim Preis der Community. Meine Begründung für den Wechsel im August war kurz: „Kostenlos = unverbindlich. Und unverbindlich stellt keinen Mitarbeiter ein." Gut zu wissen: Änderst du den Preis später, behalten bestehende Mitglieder laut Skool ihren bisherigen Preis, auch wenn der null war. Die Abwägung für dein Modell steht in Skool: kostenlose oder bezahlte Community?

Darf dein Angebot über Skool bezahlt werden? Skool führt eine Liste von Geschäftsarten, die das Zahlungssystem nicht zulässt, laut Skool meist wegen US-Recht, Regeln der Kartennetzwerke oder Vorgaben der Zahlungspartner. Dort stehen unter anderem Schneeballsysteme, Schmuck- und Beautyprodukte und wörtlich „Consulting firms". Die Liste kann sich laut Skool ohne Ankündigung ändern. Lies sie, bevor du einen Preis einrichtest, und frag im Zweifel Skools Support. Das ist keine Rechtsberatung.

Skool-Community erstellen: die zehn Schritte im Überblick

Nr. Schritt im Setup Was du festlegst Plan
1 Testphase starten 14 Tage kostenlos, danach Abo Hobby und Pro
2 Name und Adresse Gruppenname, Logo, Titelbild; eigene URL nur in Pro teils Pro
3 About-Seite Bilder oder Video, Beschreibung Hobby und Pro
4 Preis und Auszahlung Preismodell, Bankkonto, persönliche Angaben, Kontoverifizierung Hobby und Pro
5 Mitgliederfragen bis zu drei Fragen Hobby und Pro
6 Kategorien bis zu zehn, bis zu drei angepinnte Beiträge Hobby und Pro
7 Classroom erster Kurs, Zugriff je Kurs Hobby und Pro
8 Kalender erster Termin, Skool Call, Zoom oder Meet Hobby und Pro
9 Plugins Willkommensnachricht, Spamschutz, Tracking teils Pro
10 Start erster Beitrag, erste Mitglieder Hobby und Pro

Die Menünamen in dieser Anleitung stammen aus Skools englischem Hilfezentrum.

Name, Adresse und About-Seite

Nimm als Namen den Begriff, unter dem dich deine Zielgruppe suchen würde.

Logo und Titelbild der Gruppe setzt du laut Hilfezentrum unter SETTINGS > General, dort sicherst du in Pro auch die eigene URL. Die erste Änderung ist inklusive, jede weitere kostet 100 $. Leg die Adresse also einmal fest und lass sie dann stehen.

Die About-Seite ist das Schaufenster, Skool nennt sie selbst Landing- und Checkout-Seite. Hier entscheidet ein Besucher, ob er beitritt oder zahlt. Skool schlägt Bilder oder ein Erklärvideo vor, dazu eine Beschreibung, was die Gruppe ist und was Mitglieder davon haben. Drei Punkte aus dem Hilfezentrum solltest du kennen:

  • Links in der Beschreibung funktionieren nicht. Skool begründet das mit der Klick- und Beitrittsquote. Sag also in Sätzen, was drin ist.
  • Ohne vollständige About-Seite keine Discovery. Skool setzt sie voraus, damit deine Gruppe im Verzeichnis erscheinen kann.
  • Der Preis ist netto. Skool rechnet in US-Dollar und schlägt die EU-Umsatzsteuer an der Kasse auf.

Als Betreiber aus Deutschland prüfst du zusätzlich Angaben wie Impressum und Datenschutz. Auch das ist keine Rechtsberatung.

Preis und Auszahlung einrichten

Skool kennt laut Hilfezentrum fünf Preismodelle: kostenlose Gruppe, Abo (monatlich oder jährlich, optional mit sieben Tagen Test für Mitglieder), Freemium, gestaffelte Preise und Einmalzahlung. Gestaffelte Preise nutze ich selbst: Standard kostet 9 $, Premium 45 $ im Monat, monatlich kündbar, Stand September 2026.

Für die Auszahlung verbindest du ein Bankkonto mit deinem Skool-Konto unter SETTINGS > Payouts > Add Payout method. Für Deutschland gilt laut einem neueren Hilfeartikel Skools neues Auszahlungssystem: Land wählen, per E-Mail-Code bestätigen, persönliche Angaben wie bei der Bank eintragen, die laut Skool verpflichtende Kontoverifizierung abschließen, dann das Bankkonto hinzufügen. Stripe Express beschreibt Skool nur noch für die USA. Ausgezahlt wird jeden Mittwoch in deiner Landeswährung, laut Skool ohne Umrechnungsgebühren; die erste Auszahlung kann bis zu 14 Tage dauern.

Mitgliederfragen und Zugang

Mitgliederfragen gibt es in beiden Plänen. Du stellst bis zu drei Fragen, als Freitext, Auswahl oder E-Mail-Adresse, wobei nur eine Frage eine E-Mail abfragen darf. Wer beitreten will, muss alle beantworten. Skools eigene Faustregel dazu: schwerere Fragen senken die Beitrittsquote, bringen aber passendere Mitglieder.

Eine meiner drei Fragen lautet: „Wie bist du auf die Community aufmerksam geworden?" Beim ersten belegten Kauf über meine Website im September 2026 stand dort „Google Suche". Was du mit den Antworten in den ersten Tagen anfängst, beschreibt Skool Onboarding: die ersten sieben Tage.

Feed, Classroom und Kalender: das Grundgerüst

Im Feed kannst du bis zu zehn Kategorien anlegen und bis zu drei Beiträge oben anpinnen. Je Kategorie legst du fest, ob Mitglieder oder nur Admins dort posten, und wie sortiert wird; die Voreinstellung sortiert nach jüngstem Engagement, chronologisch ist wählbar. Ein angepinnter Startbeitrag bleibt oben, auch wenn darunter viel passiert.

Für den Start reichen wenige Kategorien. Ein Beispiel für eine Coaching-Community: Start hier, Fragen, Erfolge, Ankündigungen.

Der Classroom ist der Kursbereich. Ein Kurs besteht aus Seiten und Ordnern, bis zu 200 Seiten je Kurs, bei unbegrenzt vielen Kursen. Für jeden Kurs legst du den Zugriff fest: offen für alle, ab einem Level, per Einmalkauf, nach einer Anzahl Tage seit Beitritt oder nur für ausgewählte Mitglieder. Videos lädst du direkt in Skool hoch, das Hosting ist in beiden Plänen enthalten. Wie aus einer Call-Aufzeichnung ein Kurs wird, steht in Skool Classroom: Kurs aus Call-Aufzeichnungen. Wie Level als Freischaltung funktionieren, erklärt Skool Level und Gamification richtig nutzen.

Für den Anfang genügt ein Kurs, der die erste Stunde eines neuen Mitglieds füllt.

Im Kalender legst du Termine an. Als Ort ist der Skool Call voreingestellt, der laut Hilfezentrum in beiden Plänen enthalten ist; Zoom, Google Meet oder eine Adresse für ein Treffen vor Ort gehen auch. Einen Skool Call kannst du aufzeichnen und die Aufnahme 14 Tage lang herunterladen.

Plugins: was du zu Beginn einschaltest

Skools Hilfezentrum führt diese Funktionen als Plugins, jeweils mit Plan:

Plugin Plan Wofür laut Skool
Membership Questions Hobby und Pro Kontaktdaten sammeln, über Beitritte entscheiden
Unlock Chat at Any Level Hobby und Pro Spam und Verkaufsversuche per Direktnachricht bremsen
Unlock Posting at Level 2 or 3 Hobby und Pro Spam und schwache Beiträge bremsen
AutoDM Pro neue Mitglieder begrüßen
Onboarding video Pro begrüßen und zeigen, wie Skool funktioniert
Zapier integration Pro Mitgliedschaften automatisieren
Cancelation video Pro Mitglieder bei der Kündigung halten
Webhook Pro Einladungen aus einem externen System

Die Plugins schaltest du laut Hilfezentrum unter SETTINGS > Plugins ein. Für den Start zählen die Mitgliederfragen und, in Pro, AutoDM und das Onboarding-Video. Die beiden Level-Sperren empfiehlt Skool selbst erst für große Gruppen, die Chat-Sperre ab etwa 1.000 Mitgliedern. Das Meta-Pixel hat einen eigenen Hilfeartikel und kommt dazu, wenn du Anzeigen schalten willst. Was Skool offiziell anbindet und was nicht, steht in Skool API und Automatisierung: was geht. Wenn dir bei einem Plugin etwas unklar bleibt, bist du damit nicht allein: In meiner Community kannst du die Frage im Feed stellen oder in den wöchentlichen Call mitbringen.

Die ersten Mitglieder und Skool Discovery

Einladen kannst du per E-Mail, per CSV-Datei, über Zapier oder mit dem Link zu deiner About-Seite. Einladungen per E-Mail, CSV und Zapier geben laut Hilfezentrum Zugang ohne Kauf; für bezahlte Communities teilst du deshalb den Link zur About-Seite.

Discovery ist Skools öffentliches Verzeichnis. Neue Gruppen erscheinen dort laut Hilfezentrum erst, wenn eine Mindestschwelle erreicht ist: Titelbild, Gruppenbeschreibung, vollständige About-Seite, ein erster Beitrag und eingeladene Mitglieder. Dann prüft Skools Team die Gruppe, und sie ist laut Hilfezentrum meist binnen ein bis zwei Stunden gelistet.

Growth Boost ist standardmäßig an: Auf wiederkehrende Zahlungen von Mitgliedern, die Skool dir bringt, zahlst du zusätzlich zur Transaktionsgebühr standardmäßig 30 Prozent Provision, wählbar bis 70 Prozent. Ein höherer Satz bringt laut Skool mehr Verkehr, siehe Skool Growth Boost: bis 70 Prozent bieten. Abschalten geht unter SETTINGS > Discovery; bei Hochpreisangeboten rät Skool ab.

Und miss von Anfang an, woher Besucher kommen. Skool ordnet nach dem letzten Kontakt zu; Link-in-Bio-Werkzeuge, Weiterleitungen und Kurz-URLs lassen Besucher laut Hilfezentrum als „direct" erscheinen. Bei mir trugen die Skool-Links meiner Website lange das Attribut noreferrer, und Skool zählte die Website deshalb als direkten Aufruf. Seit das Attribut weg ist, erscheint meine Website als eigene Quelle; zusätzlich trägt jeder Link eine Kennung je Platzierung.

Was Conny bei mir vorbereitet und was ich entscheide

Ankündigungen, Nachrichten und Bilder rund um die Community entwirft bei mir Conny, meine KI-Chefredakteurin. Das Aufmacherbild für meine About-Seite hat sie entworfen und nach meinem Diktat überarbeitet. Für jede Premium-Klasse liegt eine vorbereitete Ankündigung bereit, und ihre neue Willkommensnachricht wartet bei mir auf Freigabe. Stimmen von Mitgliedern kommen auf die About-Seite nur mit deren Einverständnis; ohne das zitiere ich niemanden.

Die Regel dahinter: Conny entwirft, ich gebe frei, und was in meinem Namen erscheint, entscheide ich. Das empfehle ich auch dir. Offizielle Automatisierung gibt es in Skool nur für Mitglieder, Einladungen und Kurszugriff, nicht für Beiträge oder Lektionen. Einzelnes erledigen bei mir trotzdem KI-Agenten in meinem eigenen Konto im Browser, so wie ich selbst klicken würde, etwa Lektionen aus Call-Aufzeichnungen anlegen und den Hinweis-Post dazu. Skools Platform Policy untersagt Bots beim Posten, Kommentieren und Schreiben, die Richtlinie zur Kontosicherheit die Weitergabe von Zugangsdaten; als Folgen nennt Skool Einschränkungen bis zur Sperre des Kontos. Ich mache das bewusst und trage das Risiko. Wer das nicht will, lässt die KI vorbereiten und macht den Schritt in Skool selbst.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Skool-Community zu erstellen?

Die ersten 14 Tage sind kostenlos. Danach zahlst du Hobby mit 9 $ im Monat plus 10 % und 30 Cent je Zahlung oder Pro mit 99 $ im Monat plus 2,9 % und 30 Cent, bei Einzelzahlungen über 900 $ 3,9 % und 30 Cent, Stand September 2026. Die Gebühren fallen nur an, wenn Mitglieder zahlen. Erstattungen der Plangebühr gibt es laut Skool nicht, kündigen kannst du jederzeit.

Kann ich eine Skool-Community kostenlos erstellen?

Für deine Mitglieder ja: Die kostenlose Gruppe ist eines der fünf Preismodelle. Für dich als Betreiber nur während der 14 Tage Testphase, danach läuft Hobby oder Pro als Abo. Eine kostenlose Community kostet dich also mindestens den Hobby-Plan, auch wenn niemand etwas zahlt.

Reicht der Hobby-Plan für den Start?

Für Feed, Classroom, Kalender, Calls und Mitgliederfragen ja, das gibt es in beiden Plänen. Laut Hilfezentrum fehlen in Hobby unter anderem AutoDM, Onboarding-Video, Zapier, eigene URL und Mitglieder-Affiliates. Wer die Begrüßung neuer Mitglieder automatisch starten will, braucht Pro, und die Transaktionsgebühr ist in Hobby höher.

Gibt es Skool auf Deutsch?

Ja. Laut Skools Hilfezentrum ist die Oberfläche in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, und die Sprache richtet sich zunächst nach der Einstellung deines Browsers. In der App stellst du sie im Profil um. Deine Inhalte schreibst du ohnehin in deiner Sprache: Beiträge, Kurse und Calls können komplett deutsch sein.

Was gehört auf die About-Seite?

Bilder oder ein Erklärvideo und eine Beschreibung in ganzen Sätzen: was die Gruppe ist und was Mitglieder davon haben. Links in der Beschreibung funktionieren nicht, also beschreib, was drin ist, statt darauf zu verlinken. Skool setzt eine vollständige About-Seite für Discovery voraus. Für Mitglieder in der EU gilt: Der angezeigte Preis ist netto, die Umsatzsteuer schlägt Skool an der Kasse auf.

Wie kommt meine Community in Skool Discovery?

Über die Mindestschwelle: Titelbild, Gruppenbeschreibung, vollständige About-Seite, ein erster Beitrag und eingeladene Mitglieder. Nach einer Prüfung durch Skools Team ist die Gruppe laut Hilfezentrum meist binnen ein bis zwei Stunden gelistet. Wie weit oben sie steht, hängt laut Skool von Wachstum, Aktivität und Bindung ab, und ein Mensch prüft die Rangfolge zusätzlich.

Wie du weitermachst

Schreib drei Dinge auf, bevor du die Testphase startest: den Text deiner About-Seite, deine drei Mitgliederfragen und den Titel deines ersten Kurses. Dann laufen die 14 Tage nicht für Formulierungen drauf. Danach geht es um die ersten Tage deiner Mitglieder, und dafür ist Skool Onboarding: die ersten sieben Tage der nächste Beitrag. Wenn du beim Aufbau nicht allein tüfteln willst: In meiner Community Claude Practitioners baust du die KI-Mitarbeiter, die dir dabei die Vorarbeit abnehmen, und stellst deine Fragen im Feed oder im wöchentlichen Call.

Kevin Welter

Kevin Welter

Entwickler, IT-Architekt, Fachbuchautor (Kubernetes, Cloud-Infrastrukturen) und Speaker. Betreibt sein Business mit einer KI-Belegschaft aus vierzehn KI-Mitarbeitern und zeigt Selbstständigen in seiner Community, wie sie ihren ersten KI-Mitarbeiter einstellen.

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