Webdesign-Preise hängen heute vor allem daran, wer baut: Agentur, Freelancer, Baukasten oder du selbst mit KI. Für Freelancer gibt es eine Zahl aus einer großen Umfrage mit offengelegter Methodik: Im Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennen Selbstständige aus dem Bereich Design, Medien und Kreativdienste einen durchschnittlichen Stundensatz von 89 Euro, aus der Software- und Webentwicklung 91 Euro. Baukästen veröffentlichen ihre Preise: Jimdo verlangt bei jährlicher Abrechnung 12 bis 50 Euro im Monat, Wix 16,66 bis 177,31 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer, Stand November 2026. Agenturen rechnen oft mit Projektpauschalen; eine öffentlich zugängliche Erhebung mit offengelegter Methodik, die sich hier zitieren ließe, liegt für sie nicht vor. Abgerechnet wird fast immer auf eine von drei Arten: Pauschale, Stundensatz oder Abo. Und bezahlt wird nicht „das Design“, sondern Konzept, Gestaltung, Texte, Technik, Prüfung und Pflege, wobei nur ein Teil davon durch KI billiger geworden ist.
Meine eigene Haltung dazu ist klar: Die Zeit für teure Websites ist vorbei. Meine Websites baut ein KI-Mitarbeiter aus meiner KI-Belegschaft, nicht eine Agentur. Warum ich das so sehe und wo die Aussage ihre Grenze hat, steht weiter unten. Die vollständige Kostenrechnung mit Domain, Hosting und laufenden Posten steht in Was kostet eine Website oder Landingpage?. Hier geht es um den Preis für das Webdesign selbst und darum, wie du Angebote vergleichst.
Webdesign-Preise: vier Modelle im Vergleich
Zwei Hinweise zur Freelancer-Zahl, damit du sie richtig liest. Sie ist ein Durchschnitt über alle Tätigkeiten im jeweiligen Fachgebiet, nicht der Preis eines Webdesign-Projekts. Und sie kommt von einer Plattform, deren Nutzer überwiegend aus der IT stammen: An der Einkommensumfrage vom 19.01. bis 08.02.2026 nahmen 1.310 registrierte Freelancer teil, nur 5 Prozent der Befragten nannten Design, Medien und Kreativdienste als Fachgebiet. Für eine grobe Einordnung reicht das, für eine Kalkulation nicht.
Bei den Agenturpreisen ist Vorsicht angebracht. Die Spannen, die oben in den Suchergebnissen zu Webdesign-Preisen stehen, veröffentlichen meist Anbieter, die selbst Webdesign verkaufen. Das macht sie nicht falsch, aber neutral sind sie nicht. Deshalb steht hier statt einer Spanne die Frage, welche Bestandteile ein Angebot enthält.
Woraus sich ein Webdesign-Preis zusammensetzt
Ein Angebot über einen Betrag sagt nichts, solange du nicht weißt, welche Bestandteile drinstecken. Diese sechs tauchen in fast jedem Webdesign-Angebot auf, und nur bei einem Teil hat KI den Aufwand spürbar gesenkt.
Der größte Posten ist meist nicht das Design, sondern der Text. Warum das so ist, steht in Webdesign für Selbstständige: lohnt es sich?. Wie du die Texte selbst schreibst, steht in Website-Texte schreiben: Seite für Seite. Was nach dem Livegang regelmäßig anfällt, listet Website-Wartung: Aufgaben, Checkliste, Kosten.
Preismodelle: Pauschale, Stundensatz oder Abo
Webdesigner und Agenturen rechnen fast immer nach einem dieser drei Modelle ab. Wer in welchem Modell das Risiko trägt, habe ich in Was kostet eine Website oder Landingpage? aufgeschlüsselt. Hier geht es darum, was du in jedem Modell nachfragen solltest.
Pauschale (Paket). Ein fester Betrag für einen beschriebenen Umfang, oft als Paket mit einer Seitenzahl. Rechne die Pauschale einmal zurück: Pauschale geteilt durch den Stundensatz des Anbieters ergibt die Stunden, die er einplant. Passt diese Zahl nicht zu deinem Umfang, fehlt etwas im Paket oder es ist großzügig kalkuliert. Frag nach den Korrekturrunden und danach, was eine zusätzliche Seite kostet.
Stundensatz. Du zahlst die tatsächliche Zeit. Das ist fair, wenn der Umfang noch offen ist, aber nur mit einer Obergrenze, ab der du gefragt wirst. Lass dir die Stunden je Bestandteil schätzen, dann siehst du, wo das Geld hingeht.
Abo oder Mietwebsite. Ein Monatsbetrag, in dem Bau, Hosting und oft Pflege stecken. Das senkt die Einstiegshürde, verschiebt die Frage aber ans Vertragsende: Wie lange läuft der Vertrag, was kostet der Ausstieg, und bekommst du dann Quelltext, Inhalte und Domain mit? Ohne klare Antwort mietest du eine Website, die du beim Wechsel neu bauen musst.
Webdesign-Angebote vergleichen: acht Fragen
Das ist keine Rechtsberatung. Lege jedem Anbieter dieselben Fragen vor, sonst vergleichst du Beträge, die unterschiedliche Leistungen beschreiben:
- Wer schreibt die Texte? Steht „nach Zuarbeit“ im Angebot, schreibst du sie.
- Wie viele Korrekturrunden sind enthalten, und was kostet jede weitere?
- Wer stellt Impressum und Datenschutzerklärung? Die Verantwortung bleibt bei dir, egal wer sie einbaut.
- Auf wessen Namen läuft die Domain? Sie gehört auf deinen Namen, nicht auf den des Anbieters.
- Bekommst du Quelltext und Zugangsdaten? Und welche Nutzungsrechte an Design und Bildern stehen im Vertrag?
- Was kostet eine Änderung nach der Abnahme? Als Stundensatz oder Pauschale, schriftlich.
- Ist Hosting enthalten, und was passiert damit, wenn du wechselst?
- Wie lange läuft ein Abo, und was kostet der Ausstieg?
Wie so ein Projekt mit einem Anbieter abläuft, steht in Website erstellen lassen: Ablauf, Anbieter.
„Die Zeit für teure Websites ist vorbei“: was daran stimmt
Ich sage das so, und ich meine damit eine bestimmte Sache: Der Bau einer einfachen Firmen-Website ist billig geworden. Ein Baukasten kostet ab 12 Euro im Monat, ein KI-Generator liefert in Minuten einen Entwurf, und ein KI-Mitarbeiter schreibt eigenen Quelltext, den du überall betreiben kannst. Welche Generatoren es gibt, vergleicht KI-Website-Generatoren im Vergleich, die Baukästen Homepage-Baukästen im Vergleich. Was wirklich für null Euro geht, steht in Website kostenlos mit KI erstellen: die Wege.
Billig geworden ist aber nur der Bau. Was bleibt, ist Arbeit, und zwar deine oder die eines Dienstleisters: die Texte, die Fakten über dein Angebot, die Pflichtangaben, die Pflege und die Entscheidung, was live geht. Wer für Gestaltung und Umsetzung einer einfachen Firmenseite heute viel Geld ausgibt, zahlt oft für den Teil, der günstig geworden ist, und bekommt den Teil, der Arbeit bleibt, als „nach Zuarbeit“ zurück.
Ein Dienstleister bleibt sinnvoll, wenn Recht und Geld direkt an der Seite hängen (Shop mit Zahlung und Widerruf), wenn Schnittstellen dazukommen (Terminbuchung, Warenwirtschaft), wenn Berufsrecht jeden Satz prüft oder wenn du schlicht keine Zeit dafür hast. Dann ist das Geld gut angelegt, und die acht Fragen oben helfen, es richtig anzulegen. Wie du den Rest selbst übernimmst, Schritt für Schritt, steht in Website selbst bauen: Anleitung mit KI.
Was ein KI-Mitarbeiter an der Preisrechnung ändert
In meinem Betrieb baut Ralf, mein KI-Webdesigner, die Websites. Er hat über 20 Kunden-Websites gebaut und betreut auch kevinwelter.com technisch. Seine Team-Seite beschreibt den Ablauf in vier Schritten: Material verstehen, Konzept entscheiden, Website bauen, prüfen und übergeben. Für die Preisfrage sind zwei Sätze von dort wichtiger als das Tempo: „Keine Leistung, kein Preis und keine Bewertung wird erfunden.“ Und: „Live schalten bleibt eine menschliche Entscheidung.“
Damit verschiebt sich die Rechnung. Konzept, Design, Technik und Prüfung übernimmt Ralf. „Positionierung, neue Leistungen, rechtliche Aussagen, sensible Kundendaten und den tatsächlichen Livegang“ entscheidest laut Team-Seite du. Gefunden wird die Seite danach nicht von selbst; dafür arbeitet bei mir Sebastian, mein KI-Mitarbeiter für SEO, GEO und Blog.
Der Preis für diesen Weg steht auf Ralfs Team-Seite: In der Standard-Stufe meiner Community für 27 US-Dollar im Monat baust du Ralf mit dem erprobten Ablauf selbst, in der Premium-Stufe für 149 US-Dollar im Monat ist er als fertige, getestete Vorlage enthalten. Beide Stufen lassen sich laut Seite 7 Tage kostenlos testen (Stand der Seite 18.10.2026). Domain und Hosting zahlst du wie bei jedem anderen Weg dazu, die Tarife vergleicht Hosting-Vergleich: Preise, Webspace, FTP. Wie ein Bau mit einem Coding-Agenten konkret aussieht, zeigt Website mit Claude Code erstellen: Anleitung. Für deinen individuellen Fall schauen wir uns das gemeinsam an.
Häufige Fragen
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Im Freelancer-Kompass 2026 nennen Freelancer aus Design, Medien und Kreativdienste im Schnitt 89 Euro pro Stunde, aus der Software- und Webentwicklung 91 Euro. Das ist ein Durchschnitt über das ganze Fachgebiet aus einer Plattformumfrage, kein Festpreis. Frag im Angebot immer, ob ein Stundensatz netto oder brutto gemeint ist.
Warum liegen Webdesign-Angebote so weit auseinander?
Weil sie selten dieselbe Leistung beschreiben. Meist unterscheiden sie sich bei Texten, Korrekturrunden, Pflichtangaben und der Pflege nach dem Livegang. Lege die Angebote nebeneinander und geh die acht Fragen oben durch.
Lohnt sich ein Website-Abo statt einer Pauschale?
Wenn du wenig Geld vorab ausgeben willst und Pflege brauchst, kann es passen. Entscheidend ist das Vertragsende: Laufzeit, Ausstiegskosten und ob du Quelltext, Inhalte und Domain mitnehmen kannst.
Ist ein Baukasten günstiger als ein Webdesigner?
Im Monatsbetrag ja, in der Arbeit nicht unbedingt. Beim Baukasten machst du Gestaltung, Texte und Pflege selbst. Wie die Anbieter sich unterscheiden und was beim Ausstieg passiert, steht in Homepage-Baukästen im Vergleich.
Wie du weitermachst
Schreib deinen Umfang auf eine Seite: Ziel, Seiten, Funktionen, wer die Texte liefert, wer danach Änderungen macht. Mit diesem Blatt bekommst du vergleichbare Angebote, egal ob von einer Agentur, einem Freelancer oder für den Selbstbau. Wenn du die Arbeit an einen KI-Mitarbeiter abgeben und die Freigabe behalten willst, schau dir an, wie Ralf arbeitet. Ralf und die übrigen fertigen Rollen liegen zum Laden in meiner Community Claude Practitioners.