Einen Onepager erstellen lohnt sich, wenn du ein Angebot, eine Zielgruppe und einen Ort hast und die Website vor allem eines leisten soll: zeigen, dass es dich gibt, was du machst und wie man dich erreicht. Das passt für viele Selbstständige, Handwerksbetriebe und kleine Praxen. Ein Onepager ist deine ganze Website auf einer Seite: oben ein klarer Satz, darunter Leistungen, Ablauf, Belege, Über dich und Kontakt, verbunden durch ein Menü mit Sprungmarken. Impressum und Datenschutzerklärung bekommen trotzdem je eine eigene kleine Unterseite, verlinkt aus der Fußzeile. Die Grenze liegt bei der Suche: Eine Seite hat einen Titel und passt deshalb vor allem zu einem Thema. Für mehrere Leistungen, die einzeln gefunden werden sollen, brauchst du mehrere Seiten. Bauen kannst du den Onepager selbst, im Baukasten oder mit einem Coding-Agenten wie Claude Code.
Meine Websites baut ein KI-Mitarbeiter, diese Seite eingeschlossen. Ich finde den Gedanken gut, selbst Herr der Lage zu sein und keinen Dienstleister mehr zu brauchen. Für eine einfache Firmenwebsite gilt: Die Zeit für teure Websites ist vorbei. Den Bau zahlst du kaum noch, was bleibt, sind Text, Pflichtangaben und Pflege. Eine Landingpage ist übrigens etwas anderes, Anleitung in Landingpage erstellen: Anleitung und Tools.
Onepager oder Landingpage: der Unterschied
Beide bestehen aus einer langen Seite. Der Unterschied liegt im Zweck.
Ein Onepager darf also mehrere Wege anbieten: anrufen, mailen, Anfahrt ansehen. Eine Landingpage, die das tut, hat ihr Ziel verloren. Brauchst du nur eine Seite für Anzeigen, hilft Landingpage erstellen lassen: Ablauf, Kosten.
Wann ein Onepager reicht
Ein Onepager reicht, wenn die meisten dieser Punkte auf dich zutreffen:
- Ein überschaubares Angebot. Drei bis sechs Leistungen, die sich in je zwei, drei Sätzen erklären lassen.
- Eine Zielgruppe. Privatkunden aus der Region, oder Patienten einer Praxis, nicht fünf Branchen mit eigenen Fragen.
- Kunden kommen über Empfehlung oder dein Google-Profil. Die Website ist dann vor allem Beleg: Gibt es den Betrieb, sieht er seriös aus, wie erreiche ich ihn?
- Wenig Wechsel. Öffnungszeiten, Leistungen und Fotos ändern sich ein paar Mal im Jahr, nicht jede Woche.
Ein Beispiel: Ein Malerbetrieb zeigt Leistungen, Einzugsgebiet, Fotos von Baustellen und eine Telefonnummer zum Antippen. Eine Physiotherapie-Praxis zeigt Behandlungen, Team, Öffnungszeiten und Anfahrt. Beides passt auf eine Seite.
Mehrere Seiten brauchst du, wenn einzelne Leistungen eigens gefunden werden sollen, du regelmäßig Beiträge veröffentlichst, mehrere Standorte hast oder einen Shop betreibst. Die Stufen dazwischen stehen in Webdesign für Selbstständige: lohnt es sich? im Abschnitt „Wie viel Website reicht“.
Onepager erstellen: der Aufbau
Diese Reihenfolge funktioniert für die meisten Betriebe. Die Sprungmarke ist der Name, unter dem das Menü den Abschnitt anspringt.
Im Code ist eine Sprungmarke nur eine id am Abschnitt und ein Link mit # davor:
<nav>
<a href="#leistungen">Leistungen</a>
<a href="#ablauf">Ablauf</a>
<a href="#kontakt">Kontakt</a>
</nav>
<section id="leistungen"> … </section>
<footer>
<a href="/impressum">Impressum</a>
<a href="/datenschutz">Datenschutz</a>
</footer>
Beim Kontakt zählen drei Dinge: Die Telefonnummer ist auf dem Handy antippbar (tel:-Link), der Kontakt-Knopf steht oben und unten, und ein Formular ist kein Muss. Ohne Formular sammelt die Seite weniger Daten. Prüf die fertige Seite auf einem schmalen Bildschirm und klick jede Sprungmarke an. Ob sie für alle lesbar ist, testest du mit Website-Barrierefreiheit kostenlos testen.
Impressum und Datenschutz als eigene Unterseiten
Das ist keine Rechtsberatung. Für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste verlangt § 5 Abs. 1 DDG Angaben, die „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ sein und ständig verfügbar gehalten werden müssen. Dazu gehören unter anderem Name und Anschrift, Angaben für eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme „einschließlich der Adresse für die elektronische Post“, bei einer Eintragung das Register mit Registernummer und, falls vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Gehörst du einer Kammer an, etwa als Ärztin, Zahnarzt oder Steuerberaterin, kommen nach Nr. 5 Kammer, gesetzliche Berufsbezeichnung und die berufsrechtlichen Regelungen dazu. Erhebt die Seite personenbezogene Daten, etwa über ein Kontaktformular, informierst du nach Art. 13 DSGVO „zum Zeitpunkt der Erhebung“, wer sie wofür verarbeitet.
Eine eigene Unterseite schreibt das Gesetz nicht vor. Ich rate trotzdem dazu, aus drei Gründen:
- Eine feste Adresse.
/impressum kannst du aus jedem Profil verlinken, aus Google, Instagram oder deiner E-Mail-Signatur.
- Unmittelbar erreichbar von überall. Ein Link in der Fußzeile ist auf jedem Gerät da, ein Abschnitt ganz unten auf einer langen Seite muss erst gefunden werden.
- Der Onepager bleibt beim Thema. Rechtstexte sind lang und haben mit deinem Angebot nichts zu tun. Auf eigenen Seiten verwässern sie weder Text noch Suchtreffer der Hauptseite.
Je weniger die Seite von außen nachlädt (Schriften, Karten, Videos, Tracker), desto kürzer wird die Datenschutzerklärung.
Die SEO-Grenzen eines Onepagers
Ein Onepager ist eine Adresse. Google bewertet Seiten, nicht Abschnitte, und daraus folgen drei Grenzen.
Ein Titel, eine Beschreibung. Google empfiehlt für jede Seite einen eigenen Text im Title, der ihren Inhalt beschreibt, und eine Beschreibung, die „unique to one particular page“ ist. Ein Onepager hat genau einen Title. Er kann „Malerbetrieb in Musterstadt“ heißen, aber nicht zugleich „Fassadenanstrich“, „Tapezieren“ und „Bodenbeläge“ bedienen.
Sprungmarken sind keine eigenen Seiten. #leistungen ist ein URL-Fragment. Google schreibt dazu, die Suche unterstütze URL-Fragmente in der Regel nicht, und rät, Inhalte nicht über Fragmente zu wechseln. Ein Abschnitt deines Onepagers zählt deshalb nicht als eigene Seite; in der Suche steht immer die eine Adresse.
Ein Thema pro Seite. Das ist eine Faustregel, kein Google-Satz: Je klarer eine Seite eine Frage beantwortet, desto eher passt sie zu dieser Suche. Ein Onepager beantwortet „Wer bist du und wie erreiche ich dich?“ gut. Für „Badsanierung in Musterstadt“ steht er gegen Seiten, die nur dieses Thema behandeln.
Für viele kleine Betriebe ist das kein Problem. Wer vor Ort gefunden werden will, fängt beim Unternehmensprofil bei Google an; wie Profil und Website zusammenspielen, steht in Wie werde ich bei Google gefunden? Lokal-SEO, die Grundlagen in SEO für kleine Unternehmen: Grundlagen. Gefunden wird ein Onepager nicht automatisch. Wie du in KI-Antworten auftauchst, beschreibt Website für die KI-Suche optimieren.
Ein Onepager kann später wachsen: Bekommt eine Leistung eigene Nachfrage, zieht sie auf eine eigene Unterseite, und der Abschnitt auf der Startseite verlinkt dorthin.
Onepager selbst bauen: Baukasten oder KI
Im Baukasten. Baukästen wie Wix bieten dafür Menüs mit Ankern. Wix schreibt in seinem Hilfe-Center, Anker und Abschnitte lassen sich auf einer One-Page-Site beliebig platzieren, das Menü springt dann zum passenden Teil der Seite. Was Baukästen über zwei Jahre kosten und was du beim Wechsel mitnimmst, steht in Homepage-Baukästen im Vergleich, welche Gratis-Angebote es gibt und welche gewerbliche Nutzung ausschließen, in Website kostenlos mit KI erstellen: die Wege.
Mit Claude Code. Ein Coding-Agent schreibt dir den Onepager als eigene HTML-Dateien, die auf jedem Webspace laufen. Du gibst ihm dein Material und klare Regeln. Diese Vorlage kannst du als briefing.md übernehmen:
# Briefing Onepager
- Betrieb, Ort, Einzugsgebiet:
- Ein Satz: was ich mache, für wen:
- Leistungen (je Zeile eine, mit zwei Sätzen):
- Ablauf in Schritten:
- Belege, die es wirklich gibt (Fotos, Referenzen):
- Kontakt: Telefon, E-Mail, Anschrift, Öffnungszeiten
## Bauauftrag
Eine Seite mit Abschnitten und Menü per Sprungmarken.
Impressum und Datenschutzerklärung als eigene Seiten, verlinkt in der Fußzeile.
Telefonnummer als tel:-Link. Statisches HTML und CSS, keine externen Ressourcen.
Erfinde nichts. Was fehlt, markierst du sichtbar als [FEHLT: …].
Den Einstieg zeigt Claude Code: Anleitung für Einsteiger, Generatoren im Browser vergleicht KI-Website-Generatoren im Vergleich. Wohin die fertigen Dateien kommen, vergleicht Hosting-Vergleich: Preise, Webspace, FTP. Was nach dem Livegang regelmäßig anfällt, listet Website-Wartung: Aufgaben, Checkliste, Kosten.
Den ganzen Weg in acht Schritten, mit einem Testlauf, in dem Claude Code aus einem Briefing einen Onepager mit Impressum und Datenschutzerklärung baute, zeigt Website mit Claude Code erstellen: Anleitung.
Was Ralf beim Onepager übernimmt
Bei mir baut Ralf, mein KI-Webdesigner, die Websites. Aus Briefing, Angeboten, Bildern und echten Unternehmensinformationen entsteht bei ihm eine vollständige Website oder Landingpage. Gibt es schon eine alte Seite, baut er daraus eigenständig einen modernen One-Pager, auf Wunsch als Demo online. So steht es in KI-Agent für Handwerker: Rollen statt Tools; der Ablauf dahinter, mit allen Inhalten der alten Seite und besserer Struktur, in Website mit KI modernisieren: so geht's.
Ralf übernimmt nur Aussagen, die sich aus deinen Quellen belegen lassen. Fehlende Angaben markiert er, statt sie still zu ergänzen. Er prüft Build, Desktop, Mobil und Klickwege. Den Livegang bereitet er vor, die Freigabe bleibt bei dir, ebenso Positionierung und rechtliche Aussagen.
Willst du den Onepager erstellen lassen statt selbst zu bauen, stehen Anbietertypen und Ablauf in Website erstellen lassen: Ablauf, Anbieter, die Kostenrechnung in Was kostet eine Website oder Landingpage?.
So entscheidest du
Für deinen individuellen Fall schauen wir uns das gemeinsam an.
Alle Wege von der Domain bis zur Pflege sammelt Website selbst bauen: Anleitung mit KI. Was in jeden Abschnitt gehört, steht in Website-Texte schreiben: Seite für Seite. Für Handwerksbetriebe geht Homepage für Handwerker: was drauf muss ins Detail. Worauf du bei der Adresse achtest, steht in Domain kaufen für immer? So bleibt sie deine.
Häufige Fragen
Was ist ein Onepager?
Eine Website, deren Inhalt auf einer einzigen, langen Seite steht. Das Menü springt per Sprungmarken zu den Abschnitten. Impressum und Datenschutzerklärung liegen meist trotzdem auf eigenen kleinen Seiten.
Ist ein Onepager schlecht für SEO?
Nicht schlecht, aber begrenzt. Eine Seite hat einen Title und eine Beschreibung und passt deshalb vor allem zu einem Thema, etwa deinem Betrieb an deinem Ort. Für einzelne Leistungen mit eigener Nachfrage brauchst du eigene Seiten.
Braucht ein Onepager ein Impressum?
Wenn du ihn geschäftsmäßig betreibst, ja: § 5 DDG gilt unabhängig davon, wie viele Seiten deine Website hat. Ein eigener Link „Impressum“ in der Fußzeile macht die Angaben leicht erkennbar und von überall erreichbar.
Kann ich einen Onepager mit KI erstellen?
Ja. Ein Coding-Agent wie Claude Code baut ihn aus deinem Briefing als eigene Dateien, ein KI-Website-Generator im Browser. Die Texte kommen in beiden Fällen aus deinem Material, und prüfen musst du vor dem Livegang selbst.
Wie du weitermachst
Schreib zuerst den einen Satz für den Einstieg und die Liste deiner Leistungen. Passt beides auf eine Seite, ohne dass du kürzen musst, was Kunden wissen wollen, ist der Onepager dein Weg. Wenn du die Arbeit an einen KI-Mitarbeiter abgeben und die Freigabe behalten willst: Ralf liegt als fertige, getestete Vorlage in der Premium-Stufe meiner Community Claude Practitioners, 149 US-Dollar im Monat; in der Standard-Stufe für 27 US-Dollar baust du ihn mit dem erprobten Ablauf selbst (Stand 18.10.2026 laut seiner Team-Seite).